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13.09.2018 | Originalien

Die Empfehlungen der Europäischen Lebergesellschaft (EASL) zur Behandlung der Hepatitis C (Version 2018)

Zeitschrift:
Journal für Gastroenterologische und Hepatologische Erkrankungen
Autor:
Prim. Univ.-Prof. Dr. Markus Peck-Radosavljevic

Zusammenfassung

Die Europäische Lebergesellschaft (EASL) hat aktualisierte Empfehlungen zur Therapie der akuten bzw. chronischen Hepatitis C vorgestellt. Hieraus werden die für die österreichische bzw. die europäische Praxis relevanten Empfehlungen extrahiert, die aktuelle Entwicklungen zur Diagnostik einschließlich der notwendigen Screeningmaßnahmen, zu Therapieindikationen und einzuleitenden therapeutischen Maßnahmen sowie zu den zu beachtenden Kontraindikationen berücksichtigen. Die Anwendung verschiedener Fixkombinationen bei unterschiedlichen Genotypen in Abhängigkeit von der Leberpathologie wird umfassend dargestellt. Hierbei wird auch auf die spezifische Situation bei Substanzabusus bzw. bei relevanter Begleitmedikation, nach Lebertransplantation, im Fall einer Hepatitis-C-Virus(HCV)-Rezidiverkrankung und bei Vorliegen von Immunkomplexablagerungen eingegangen. Bei HCV-positiven Organempfängern und Organspendern sowie bei Vorliegen einer Niereninsuffizienz bzw. anderer relevanter Komorbiditäten muss die Anti-HCV-Therapie entsprechend angepasst werden. Gegebenenfalls ist ein gesondertes Therapiemonitoring erforderlich. Die Behandlung von Kindern und Jugendlichen ist auf die spezifischen Bedürfnisse in der entsprechenden Altersgruppe auszurichten. Pangenotypische Regime sind jedoch für Kinder unter 12 Jahren bisher nicht zugelassen. Die Indikation der verschiedenen wirksamen Substanzen in der Primärtherapie und nach möglicherweise auftretendem Therapieversagen ist jeweils individuell und bezogen auf die einzelnen Krankheitskonstellationen und ggf. in Kenntnis einer Resistenztestung zu stellen. Nach erfolgreicher Therapie sollte eine individuell adaptierte Nachsorge durchgeführt werden, um mögliche Progressionen der Lebererkrankung oder Reinfektionen frühzeitig zu erkennen.

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Literatur
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