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09.09.2019 | Originalien | Ausgabe 3/2019

Journal für Urologie und Urogynäkologie/Österreich 3/2019

Diagnostik bei weiblicher Inkontinenz: Was ist notwendig?

Zeitschrift:
Journal für Urologie und Urogynäkologie/Österreich > Ausgabe 3/2019
Autoren:
Dr. med. univ. Barbara Cafuta, Sasha Pahernik, Abhishek Pandey
Wichtige Hinweise

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.

Zusammenfassung

Als Harninkontinenz bezeichnet man den unwillkürlichen Verlust von Urin. Es handelt sich dabei jedoch um ein Symptom und kein eigenständiges Krankheitsbild. Inkontinenz tritt infolge einer Störung in der Speicher- oder Entleerungsfunktion der Blase auf. Die Prävalenz für die Belastungsinkontinenz bei Mädchen bzw. Frauen von 15–64 Jahren liegt zwischen 10 und 40 %, bei Frauen in Pflegeheimen betrifft sie sogar 77 %. Die Harninkontinenz ist häufig mit einem großen Leidensdruck und einer wesentlichen Beeinträchtigung des Alltags verbunden. Doch nur ca. 25 % der Betroffenen sind diesbezüglich in Behandlung.
Kontrovers diskutiert werden derzeit v. a. die diagnostischen Möglichkeiten der Inkontinenz. Trotz der hohen Morbidität gibt es Empfehlungen zur Diagnostik derzeit, aufgrund fehlender Studiendaten, nur als Expertenmeinung mit einem Evidenzlevel von 4. Die aktuellen Empfehlungen orientieren sich v. a. an der Therapieplanung. Während vor konservativen Maßnahmen eine Anamnese inklusive Miktionsprotokoll, die klinische Untersuchung, die Restharnmessung und eine Urinuntersuchung als ausreichend erachtet werden, sind die empfohlenen Untersuchungen vor operativer Therapie umfangreicher. In diesem Fall werden ergänzend auch eine funktionelle Diagnostik, die eine Uroflowmetrie und eine Urodynamik beinhaltet, empfohlen. Im Einzelfall können zusätzliche Untersuchungen wie eine Urethrozystoskopie oder eine Ausscheidungsurographie notwendig werden.

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Literatur
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