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01.04.2016 | leitlinien für die praxis | Sonderheft 2/2016

Wiener klinische Wochenschrift 2/2016

Diabetes mellitus im Kindes- und Jugendalter

Zeitschrift:
Wiener klinische Wochenschrift > Sonderheft 2/2016
Autoren:
Birgit Rami-Merhar, Elke Fröhlich-Reiterer, Sabine E. Hofer

Zusammenfassung

Im Kindes- und Jugendalter ist im Gegensatz zum Erwachsenenalter der Diabetes mellitus Typ 1 (DMT1) die am häufigsten auftretende Form des Diabetes mellitus (> 95 %). Nach der Diagnosestellung sollte die Betreuung der Kinder- und Jugendlichen in einer Kinderabteilung mit Erfahrung in pädiatrischer Diabetologie erfolgen und nicht im niedergelassenen Bereich. Eine lebenslange Insulintherapie ist notwendig, wobei diese individuell an das Alter angepasst werden soll. Ein wesentlicher Teil in der Betreuung ist die Schulung von Patienten und Eltern von einem entsprechend ausgebildeten Team. Der von der ISPAD (International Society for Pediatric and Adolescent Diabetes) vorgegebene optimale HbA1c-Wert von < 7,5 rel. % (IFCC < 58 mmol/mol) ist anzustreben, ohne dabei schwere Hypoglykämien zu provozieren. Die APEDÖ (Arbeitsgruppe für pädiatrische Endokrinologie und Diabetologie Österreich) hat als HbA1c-Ziel einen Wert < 7,0 rel. % (IFCC < 53 mmol/mol) empfohlen.
Als Therapieziele stehen die Vermeidung von Akutkomplikationen und die Prävention von diabetesbedingten Spätkomplikationen auch im Frühstadium im Vordergrund, zusätzlich soll eine normale körperliche und psychosoziale Entwicklung mit hoher altersentsprechender Lebensqualität erreicht werden.

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