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01.12.2012 | leitlinien für die praxis | Sonderheft 2/2012

Wiener klinische Wochenschrift 2/2012

Diabetes mellitus im Kindes- und Jugendalter

Zeitschrift:
Wiener klinische Wochenschrift > Sonderheft 2/2012
Autoren:
MBA Ao. Univ.-Prof. Dr. Birgit Rami-Merhar, Elke Fröhlich-Reiterer, Sabine Hofer, Edith Schober
Wichtige Hinweise
APEDÖ: Arbeitsgruppe pädiatrische Endokrinologie und Diabetologie Österreich.

Zusammenfassung

Im Kindes- und Jugendalter ist im Gegensatz zum Erwachsenenalter der Diabetes mellitus Typ 1 (DMT1) die am häufigsten auftretende Form des Diabetes mellitus (> 95 %). Nach der Diagnosestellung sollte die Betreuung dieser Kinder- und Jugendlichen in einer Kinderabteilung mit Erfahrung in pädiatrischer Diabetologie erfolgen und nicht im niedergelassenen Bereich. Eine lebenslange Insulintherapie ist notwendig, wobei diese individuell an das Alter angepasst werden soll (konventionelle Therapie, intensivierte Therapie oder Pumpentherapie). Ein wesentlicher Teil in der Betreuung ist die Schulung von Patienten und Eltern von einem entsprechend ausgebildetem Team. Der von der ISPAD (International Society for Pediatric and Adolescent Diabetes) vorgegebene optimale HbA1c-Wert von < 7,5 rel. % (IFCC < 58 mmol/mol) ist anzustreben, wobei dieses Ziel in bestimmten Lebensphasen (Kleinkindesalter, Pubertät) nur bedingt erreicht werden kann.
Als Therapieziele stehen die Vermeidung von Akutkomplikationen und die Prävention von diabetesbedingten Spätkomplikationen auch im Frühstadium im Vordergrund, weiters soll eine normale körperliche und psychosoziale Entwicklung mit hoher altersentsprechender Lebensqualität erreicht werden.

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Literatur
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