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12.04.2019 | leitlinien für die praxis | Sonderheft 1/2019 Open Access

Wiener klinische Wochenschrift 1/2019

„Diabesity“ – Adipositas und Typ-2-Diabetes (Update 2019)

Zeitschrift:
Wiener klinische Wochenschrift > Sonderheft 1/2019
Autoren:
Hermann Toplak, Deborah Raphaela Leitner, Jürgen Harreiter, Friedrich Hoppichler, Thomas C. Wascher, Karin Schindler, Bernhard Ludvik

Zusammenfassung

Adipositas und Typ-2-Diabetes werden seit einigen Jahren vermehrt unter dem Namen „Diabesity“ zusammengefasst. Das trägt dem Umstand Rechnung, dass die Adipositas dem Diabetes in den meisten Fällen häufig vorangeht und wohl der wichtigste Faktor in der weltweiten Zunahme des Typ-2-Diabetes ist. Der Body-Mass-Index (BMI) ist individuell betrachtet ein sehr grobes Maß der Körperverfettung. Sogar Normalgewichtige können bei Muskelmangel zu viel Körperfett aufweisen (Sarkopenie), weswegen zusätzlich Messungen des Bauchumfanges und des Körperfettes empfohlen werden (z. B. Bioimpedanzanalyse [BIA]). Lebensstilmanagement mit Ernährungsumstellung und Bewegung ist eine der wichtigsten Maßnahmen in der Diabetesprävention und -therapie. In der Therapie des Typ-2-Diabetes hat das Gewicht als sekundärer Zielparameter zunehmende Bedeutung erlangt. Auch die Wahl der antidiabetischen Therapie, aber auch der Begleittherapien nimmt immer mehr darauf Rücksicht. Welchen Stellenwert Antiadiposita in der antidiabetischen Therapie erlangen werden, wird durch zukünftige Studien mit Gewicht als primärem Endpunkt zu klären sein. Die bariatrische Chirurgie ist derzeit bei einem Typ-2-Diabetes mit BMI >35 kg/m2 indiziert und kann zumindest teilweise zur Diabetesremission beitragen, sie muss aber in ein entsprechendes lebenslanges Betreuungskonzept eingebunden sein.

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