Skip to main content
main-content

Tipp

Weitere Artikel dieser Ausgabe durch Wischen aufrufen

01.12.2012 | originalarbeit | Ausgabe 4/2012

neuropsychiatrie 4/2012

Der Zusammenhang zwischen psychoonkologischem Betreuungsbedarf, Wunsch nach Unterstützung und tatsächlicher Behandlung bei Krebspatientinnen und -patienten

Zeitschrift:
neuropsychiatrie > Ausgabe 4/2012
Autoren:
Prof. Dr. med. Martina de Zwaan, Patricia Mösch, Hannelore Sinzinger, Kerstin Stresing, Pia Oberhof, Christine Kohl, Carolin Schilke, Astrid Müller

Zusammenfassung

Grundlagen

Ziel der Studie war es, den psychoonkologischen Betreuungsbedarf, den Wunsch nach Betreuung und die tatsächlich stattgefundene psychoonkologische Betreuung zu erheben und zueinander in Beziehung zu setzen.

Methodik

Der psychoonkologische Betreuungsbedarf wurde mit dem Hornheider Screening Instrument (HSI ³ 4) bei 455 onkologischen Patientinnen und Patienten erfasst und um die Frage nach dem subjektiven Betreuungswunsch ergänzt. Die tatsächlich erfolgte psychoonkologische Betreuung wurde der klinikinternen Basisdokumentation des psychoonkologischen Dienstes entnommen.

Ergebnisse

41,8 % der Befragten erzielten ein positives Screeningergebnis im HSI, 19,8 % gaben einen subjektiven Wunsch nach Betreuung an und 41,5 % erhielten tatsächlich zumindest einen psychoonkologischen Kontakt. Die Übereinstimmung zwischen objektivem Bedarf und subjektivem Wunsch nach Betreuung war niedrig (k = 0,352). Psychoonkologische Kontakte waren zudem signifikant mit dem Wunsch nach Betreuung nicht aber mit dem im HSI ermittelten Betreuungsbedarf assoziiert.

Schlussfolgerungen

Die geringen Zusammenhänge zwischen Betreuungsbedarf und -wunsch sowie zwischen Betreuungsbedarf und tatsächlich erfolgter Betreuung verdeutlichen, dass die Indikationsstellung für eine psychoonkologische Intervention unter Einbezug sowohl objektiver Screening-Instrumente als auch subjektiver Patientenbedürfnisse erfolgen sollte.

Bitte loggen Sie sich ein, um Zugang zu diesem Inhalt zu erhalten

Literatur
Über diesen Artikel

Weitere Artikel der Ausgabe 4/2012

neuropsychiatrie 4/2012Zur Ausgabe