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13.05.2020 | originalarbeit Open Access

Der familiäre Hintergrund „suchtbelastete Familie“ und dessen Auswirkung auf Mentalisierungsprozesse fremduntergebrachter Kinder

Zeitschrift:
Psychotherapie Forum
Autoren:
Nadja Springer, Brigitte Lueger-Schuster
Wichtige Hinweise

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.

Zusammenfassung

Studien über Bindung weisen auf Schwierigkeiten drogenabhängiger Eltern hinsichtlich ihrer Reaktion auf die emotionalen Signale der Kinder und die daraus abzuleitenden Verhaltensweisen hin. Dies lässt auf eine reduzierte Mentalisierungsfähigkeit schließen. Mentalisieren bedeutet die grundlegende menschliche Fähigkeit, Verhalten in Bezug auf Gedanken und Gefühle zu verstehen.
Um diese Fähigkeit bei fremduntergebrachten Kinder (6–12 Jahre) aus suchtbelasteten Familien und deren aktuellen Bezugspersonen zu untersuchen, wurde eine auf dem Konzept der Mentalisierung basierende Gruppenintervention entwickelt, die das Wissen über Drogenabhängigkeit erweitern und soziale und affektive Fähigkeiten verbessern soll.
Erhebungsinstrumente: Skala des Reflective Functioning (RF-Score) für das Adult Attachment Interview und für das Child Attachment Interview, Inventar der Sozialkompetenzen (ISK), Coloured Progressive Matrices (CPM), Child Behavior Checklist (CBCL/6-18R), „Patte-Noire“-Test, Einstellungen zum Drogenkonsum (EBDD Bewertungsinstrument).
An Hand zweier Fallbeispiele aus dieser laufenden Pilotstudie, werden der diagnostische Prozess sowie beobachtbare und messbare Veränderungen über den Untersuchungszeitraum von mehr als 12 Monaten exemplarisch dargestellt und diskutiert.
Literatur
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