Skip to main content
main-content

Tipp

Weitere Artikel dieser Ausgabe durch Wischen aufrufen

01.09.2016 | Intensivmedizin | Ausgabe 4/2016

Wiener klinisches Magazin 4/2016

Delir und Delirmanagement bei kritisch kranken Patienten

Zeitschrift:
Wiener klinisches Magazin > Ausgabe 4/2016
Autoren:
Dr. Alexander Kersten, PD Dr. Sebastian Reith
Wichtige Hinweise
Dieser Beitrag wurde in der Zeitschrift Med Klin Intensivmed Notfmed 2016 · 111:14–21; DOI 10.​1007/​s00063-015-0130-z erstveröffentlicht. Zweitpublikation mit freundlicher Genehmigung der Autoren.

Zusammenfassung

Das Delir bei kritisch kranken Patienten ist als Ausdruck einer zerebralen Organdysfunktion eine häufige Entität auf der Intensivstation. Kennzeichnend ist eine Störung des Bewusstseins und der Kognition, verbunden mit Aufmerksamkeitsschwierigkeiten und Veränderungen der Wahrnehmung, die sich in einem zeitlichen Intervall von Stunden bis Tagen manifestieren können. Das Auftreten eines Delirs hat nachgewiesene negative Effekte auf kurz- und langfristige Outcomeparameter des Patienten und erhöht die Morbidität und Mortalität. Trotz seiner Signifikanz wird das Delir in der Routineversorgung vom intensivmedizinischen Team in vielen Fällen nicht adäquat diagnostiziert. Als Instrumente zur standardisierten Erkennung des Delirs haben sich die gut validierten Skalen der Confusion Assessment Method for the Intensive Care Unit (CAM-ICU) und der Intensive Care Delirium Screening Checklist (ICDSC) etabliert. Diese sind sowohl für ärztliches als auch nichtärztliches Personal einfach anwendbar. Die Therapie des Delirs ist bestimmt durch nichtpharmakologische Maßnahmen. Ziele sind die frühe Identifikation, Reorientierung und Mobilisierung des Patienten, darüber hinaus die Förderung der geistigen Aktivität und die Etablierung eines adäquaten Tag-Nacht-Rhythmus. Die Evidenz bezüglich der pharmakologischen Therapie ist gering, wobei die Wahl der sedierenden Medikation einen nachgewiesenen Einfluss auf Entstehung und Dauer eines Delirs auf der Intensivstation hat.

Bitte loggen Sie sich ein, um Zugang zu diesem Inhalt zu erhalten

Literatur
Über diesen Artikel

Weitere Artikel der Ausgabe 4/2016

Wiener klinisches Magazin 4/2016 Zur Ausgabe

Schwerpunkt ÖGGH

Barrett-Ösophagus

interview

interview

Panorama

Panorama