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01.06.2016 | themenschwerpunkt | Ausgabe 9-10/2016 Open Access

Wiener Medizinische Wochenschrift 9-10/2016

Das venöse Ulcus cruris

Zeitschrift:
Wiener Medizinische Wochenschrift > Ausgabe 9-10/2016
Autor:
Ao.Univ.-Prof. Dr.med.univ. Kornelia Böhler

Zusammenfassung

Erkrankungen der Beinvenen, die zu einer permanenten venösen Drucksteigerung führen, sind bei weitem die häufigste Ursache für Substanzdefekte an den unteren Extremitäten. Mit einer Prävalenz von 1 %, die bei Personen über 80 Jahren auf 4 % ansteigt, und dem meist chronischen Krankheitsverlauf verschlingt die Therapie des venösen Ulcus 1 % des gesamten Gesundheitsbudgets westlicher Industriestaaten. Erst eine detaillierte Abklärung der vorliegenden venösen Funktionsstörungen ermöglicht eine differenzierte Therapie, die, sofern möglich, die operative Sanierung venöser Refluxe ebenso wie die Lokaltherapie der Wunde umfasst. Für therapieresistente Ulcera hat sich die tangentiale Abtragung der Wunde mit anschließender Spalthautdeckung bewährt. So kann vor allem bei lang bestehenden und großflächigen Defekten eine Abheilung erzielt werden. Die Kompressionstherapie stellt eine Basismaßnahme in der Therapie und der Rezidivprophylaxe venöser Ulcera dar. Aus differentialdiagnostischer Sicht müssen vor allem Pathologien der arteriellen Strombahn sowie entzündliche Gefäßerkrankungen und Neoplasien bedacht werden.
Literatur
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