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13.02.2020 | Originalien Open Access

Das Refeeding-Syndrom

Zeitschrift:
Journal für Gastroenterologische und Hepatologische Erkrankungen
Autoren:
ao.Univ.-Prof. Dr. Christian Zauner, Mathias Schneeweiss, Monika Schmid, Marlene Wewalka
Wichtige Hinweise
Aktualisierung von: Zauner C, Zauner A, Lindner G, Kneidinger N, Schneeweiss A (2005) Das Refeeding-Syndrom. J Gastroenterol Hepatol Erkr 3(4):7–11
Man sieht nur, was man weiß. (J. W. von Goethe)

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.

Zusammenfassung

Das Refeeding-Syndrom stellt bei malnutrierten Personen eine potenziell lebensbedrohliche Komplikation einer wiederbegonnenen Nährstoffzufuhr dar. Es ist durch Störungen der Elektrolyt- und Flüssigkeitshomöostase sowie durch Vitaminmangelzustände charakterisiert und kann sowohl durch eine orale, enterale und auch parenterale Energiezufuhr verursacht werden. Das Refeeding-Syndrom tritt zumeist sehr rasch auf, sodass in der Frühphase einer Ernährungstherapie ein rigoroses metabolisches Monitoring vorzunehmen ist. Dadurch ist es möglich, diese Komplikation rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln, noch bevor Organdysfunktionen auftreten. Bei Personen mit einem hohen Risiko für eine Malnutrition sollte die Nährstoffzufuhr zunächst mit einer geringen Menge begonnen und diese im Verlauf nur langsam gesteigert werden. Elektrolyte, Flüssigkeit und Vitamine sind adäquat zu substituieren. Es ist essenziell, bei Beginn einer Nährstoffzufuhr an die Möglichkeit eines Refeeding-Syndroms zu denken.
Literatur
Über diesen Artikel