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04.05.2021 | Originalien Open Access

Das polyzystische Ovar-Syndrom – Entstehung, Behandlung und neue Erkenntnisse

Zeitschrift:
Journal für Klinische Endokrinologie und Stoffwechsel
Autoren:
Univ.-Prof. Dr. med. univ. Barbara Obermayer-Pietsch, Valentin Borzan, Anna Mayr
Wichtige Hinweise

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.

Zusammenfassung

Das polyzystische Ovar-Syndrom (PCOS) ist die häufigste Endokrinopathie bei Frauen im gebärfähigen Alter. In den letzten Jahren gab es zahlreiche Fortschritte im Verständnis zu Definition, Pathogenese und Behandlungsmöglichkeiten. Diese Übersichtsarbeit gibt Einblick in diese Erkenntnisse und erläutert mögliche neue Therapiezweige anhand der aktuellen Literatur.
Die Symptome des PCOS sind vielfältig und ihre Ausprägung entlang eines breiten Spektrums verteilt. Die wichtigsten klinischen Hinweise sind Hirsutismus, Oligo‑/Amenorrhö, Infertilität sowie Insulinresistenz, Übergewicht/Adipositas und die namensgebenden polyzystischen Ovarien. Da es keine ursächliche Therapie für das Syndrom gibt, sollte die symptomatische Behandlung mit der Patientin und ihren Bedürfnissen abgestimmt werden. Die wichtigsten Therapiemöglichkeiten sind Lebensstilinterventionen, Metformin, hormonelle Kontrazeptiva, (hormonelle) Ovulationsinduktoren sowie chirurgische Eingriffe.
In den letzten Jahren haben sich mit dem Zusammenhang von Darmmikrobiom, Hormonen und Energiestoffwechsel weitere potenzielle Behandlungsmöglichkeiten aufgetan, deren Einfluss aktuell untersucht wird. Probiotika könnten dabei helfen, hormonelle und metabolische Prozesse zu modifizieren und dadurch PCOS-typische Symptome zu lindern.
Literatur
Über diesen Artikel