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01.04.2014 | case report | Sonderheft 1/2014

Wiener klinische Wochenschrift 1/2014

Das kutane Larva migrans Syndrom: Schwierigkeiten bei Diagnose und Behandlung anhand von drei Fallbeispielen

Zeitschrift:
Wiener klinische Wochenschrift > Sonderheft 1/2014
Autoren:
Maria Kitchen, Manuel Wilhelm, Sabine Moser-Oberthaler, Reinhard Höpfl, Gudrun Ratzinger, Ahn Van Nguyen, Matthias Schmuth

Zusammenfassung

Die kutane Larva migrans ist eine häufige Dermatose nach Urlaubsaufenthalten an tropischen Stränden. Die Hautläsionen entstehen durch die intradermale Migration von Hakenwurmlarven von Hunden und Katzen, die sich im menschlichen Fehlwirt nicht weiterentwickeln können und letztlich in der Haut absterben. Obwohl die typischen gewundenen Larvengänge meist sehr einfach zu diagnostizieren und mit Albendazol oder Ivermectin zu behandeln sind, kommt es bei ungewöhnlichen klinischen Präsentationen auch zu Fehldiagnosen und langen Krankheitsverläufen. Wir stellen drei klinische Fälle vor, bei denen die Diagnose erst verzögert gestellt wurde bzw. die Behandlung erschwert war.
Fall 1 ist ein 34-jähriger Mann mit papulösen Läsionen an den Fußsohlen, die zunächst als plantare Psoriasis behandelt wurden.
Fall 2 ist ein 54-jähriger Mann mit einer ausgeprägten follikulären Form der Larva migrans am Gesäß, die erst nach mehreren Monaten und wiederholten Behandlungen mit Albendazol und Ivermectin abheilte.
Fall 3 ist ein 29-jähriger Mann mit urtikariell erscheinenden Läsionen am Stamm, die trotz aufwändiger Diagnostik einschließlich Histologie erst im weiteren Krankheitsverlauf als Larva migrans erkannt wurden. Nach Rückgang der umgebenden Entzündungsreaktion und Behandlung mit Albendazol (2 × 400 mg über 3 Tage) wurden die typischen Hautveränderungen offensichtlich.
Unsere Fälle zeigen die Wichtigkeit einer gründlichen Anamnese bei Patienten mit ungewöhnlichen Hautläsionen. Im Falle einer möglichen Exposition mit Larva migrans ist unter Umständen auch eine empirische Therapie mit Albendazol in Betracht zu ziehen.

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Literatur
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