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02.08.2018 | Psychiatrie | Ausgabe 4/2018 Open Access

psychopraxis. neuropraxis 4/2018

Das Gesundheitswesen – Von der Ökonomik zur Systemperspektive

Zeitschrift:
psychopraxis. neuropraxis > Ausgabe 4/2018
Autor:
Prof. Dr. Dr. Dr. Felix Tretter

Zusammenfassung

Eine nur ökonomische Analyse des Systems der Gesundheitssicherung verfehlt fundamental das Wesen dieser Institution, die in allen Kulturen zu finden ist, und die in modernen Gesellschaften einen hochkomplexen Organisationsgrad erreicht hat. Eine Sichtweise, welche die Basis des Gesundheitswesens in Form der kurativen Struktur erfasst, ist passender. Die Basis besteht in Form des Arztes, der im Prinzip als empathischer Altruist für den „Homo patiens“ als Partner mit Empathie und Kompetenz zur Verfügung steht und damit Vertrauen herstellt. Dieses Modell erfasst die Kernfunktion des Gesundheitswesens besser als die Konzeption der Ökonomik, die ganz allgemein vom „Homo oeconomicus“ als rationalem Egoisten ausgeht. Der wachsende Überbau der Medizin, in Form der Ökonomik – Verwaltung und Organisation bzw. Management – deformiert zunehmend die Kerndyade „Arzt-Patient“. Da „alles ohne Ökonomik nichts ist“, aber „Ökonomik nicht alles ist“ erscheint eine übergeordnete systemwissenschaftliche Betrachtung des Gesundheitswesens zutreffender.
Literatur
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