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23.11.2020 | fallbericht | Ausgabe 4/2020

neuropsychiatrie 4/2020

Das Auftreten der zentralen pontinen Myelinolyse während des qualifizierten Entzugs von Alkohol. Ein Fallbericht

Zeitschrift:
neuropsychiatrie > Ausgabe 4/2020
Autoren:
Phileas J. Proskynitopoulos, Gregor Szycik, Stefan Bleich, Eva Janke, PD Dr. med. Alexander Glahn
Wichtige Hinweise

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.

Zusammenfassung

Die zentrale pontine Myelinolyse (CPM) ist eine seltene, aber oft schwerwiegende Erkrankung, die gehäuft in Patienten mit einer Mangelernährung und einer Alkoholkonsumstörung auftritt. Ursächlich wird häufig der zu schnelle Ausgleich einer chronischen Hyponatriämie angesehen, wobei das Krankheitsbild auch unabhängig einer Hyponatriämie auftreten kann. In diesem Fallbericht präsentieren wir einen alkoholabhängigen Patienten mit einer starken Mangelernährung und klinisch schweren Depression, der zur qualifizierten Entgiftung stationär aufgenommen wurde. Aufgrund des Verdachts auf B‑Symptomatik bei Vorhandensein einer starken Gewichtsabnahme und Nachtschweiß ohne Fieber führten wir eine Reihe an Untersuchungen durch. Eine MRT-Untersuchung zeigte das Bild einer zentralen pontinen Myelinolyse, wobei der Patient neurologisch bis auf eine leichte Ataxie und Veränderungen im Affekt und Verhalten unauffällig war. Die initiale depressive Symptomatik besserte sich im Verlauf, der Patient zeigte jedoch neue Auffälligkeiten im Kurzzeitgedächtnis. Bei Aufnahme bestand eine leichte Hyponatriämie (130 mmol/l), die ohne starke Schwankungen ausgeglichen wurde (140 mmol/l bei Entlassung). Der präsentierte Fall zeigt, dass bei Vorhandensein von neurologischen Symptomen während der qualifizierten Entzugsbehandlung möglichst früh die Differentialdiagnose einer CPM in Betracht gezogen werden muss. Dies gilt auch unabhängig davon, ob eine Hyponatriämie vorliegt.

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