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01.03.2015 | themenschwerpunkt | Ausgabe 5-6/2015

Wiener Medizinische Wochenschrift 5-6/2015

Curriculare Übung zum Verfassen von Arztbriefen im vierten Jahr des Medizinstudiums – Einschätzungen der Teilnehmer nach zwei Jahren

Zeitschrift:
Wiener Medizinische Wochenschrift > Ausgabe 5-6/2015
Autoren:
Priv.-Doz. Dr. med. Gunther Weitz, MD Hendrik Friederichs, MD Christoph Twesten, MD Hendrik Bonnemeier, MD Hendrik Lehnert, MD Peter Wellhöner

Zusammenfassung

Grundlagen

Das Erstellen guter Arztbriefe macht vor allem Berufsanfängern Schwierigkeiten. Seit fünf Jahren lehren wir das Verfassen von Arztbriefen im vierten Studienjahr. Ziel ist es, unseren Studenten den Start in die klinische Arbeit zu erleichtern und ihnen gleichzeitig ein Schema an die Hand zu geben, sich Krankengeschichten besser zu merken. Zwei Jahre nach der Übung baten wir unsere Absolventen, die Übung hinsichtlich ihres Lerneffektes und klinischen Nutzens zu bewerten.

Methoden

Insgesamt 1228 Studenten im vierten Studienjahr verfassten nach entsprechender Anleitung einen Arztbrief über einen von ihnen im Blockpraktikum Innere Medizin mitbetreuten Patienten. Alle Arztbriefe wurden von jeweils einem Oberarzt gelesen, kommentiert und benotet. 310 Absolventen wurden 2 Jahre später gebeten, die Übung über einen online-Fragebogen zu evaluieren.

Ergebnisse

106 (34 %) der eingeladenen Absolventen nahmen an der Umfrage teil. Die Beurteilung der Übung war sehr divergent. Tendenziell stimmten die Befragten zu, dass es sich um einen wichtigen Baustein im Studium handele und sie Krankengeschichten nun besser aufarbeiten könnten. Einen praktischen Nutzen für die Stationsarbeit konnten sie mehrheitlich aber nicht erkennen. Die in der Übung schlechteren Studenten fanden ihre Note weniger zutreffend als die besseren.

Schlussfolgerungen

Obwohl das Hauptziel der Übung aus Sicht der befragten Absolventen nicht erreicht wurde, ergab sich eine tendenziell positive Bewertung. Probleme dieser Übung liegen in dem erheblichen Korrekturaufwand und dem eher entmutigenden Effekt von Noten auf die Studenten, die noch Schwierigkeiten mit der Aufgabe hatten.

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Literatur
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