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Chirurgisches Nähen: Einzelknopfnaht leicht gemacht

Springer Medizin

Im zweiten Teil der Tutorial-Reihe geht es bereits ans chirurgische Besteck: Dr. Philipp Wimmer zeigt die Einzelknopfnaht – vom Entnehmen des Fadens bis zur Ausführung.

Während in der vergangenen Ausgabe noch am Nagelbrett geknüpft wurde, geht es heute bereits an die echten Instrumente: Um die Einzelknopfnaht zu üben, benötigen Sie eine chirurgische Pinzette, einen Nadelhalter und eine Schere. Für den Anfang eignet sich am besten ein dickerer monofiler Faden der Stärke 2-0, da man diesen gut sehen kann.
Beim Entnehmen der Nadel-Faden-Kombination aus der Verpackung halten Sie die Nadel am besten am hinteren Drittel der Nadel fest, nie aber ganz am Übergang zwischen Nadel und Faden. Der Faden könnte sich dadurch nämlich aus der Fassung der Nadel lösen und wäre somit unbrauchbar. Das

Besteck zum Halten der Nadel greifen Sie übrigens am besten, in dem Sie mit Daumen und Ringfinger die Öffnungen greifen und den Zeigefinger auf das Scharnier richten.
Jetzt kann bereits begonnen werden: Starten Sie die Naht an der Ihnen zugewandten Seite der Wunde. Setzten Sie die Nadel im 90-Grad-Winkel an der Haut auf und stechen Sie ein. Nutzen Sie nun die Krümmung der Nadel unter der Drehbewegung aus. Die Nadel kommt nun im Wundrand heraus, nicht auf der anderen Seite der Wunde. Der Faden kann nun ein Stück durchgezogen werden. Jetzt ist es wichtig, auf der gegenüberliegenden Seite wieder auszustechen, im Idealfall auf genau gleicher Höhe. Der Stich auf die andere Seite des Wundrandes sollte immer eine möglichst exakte Nachahmung des Gegenübers sein. Verschlossen wird der Stich mit einem chirurgischen Knoten.

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