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28.02.2018 | Originalien | Ausgabe 1/2018 Open Access

Journal für Gastroenterologische und Hepatologische Erkrankungen 1/2018

Chemoprävention und Ernährungsfaktoren bei Darmkrebs

Zeitschrift:
Journal für Gastroenterologische und Hepatologische Erkrankungen > Ausgabe 1/2018
Autoren:
Dr. Adrian Frick, PhD Michaela Lang

Zusammenfassung

Obwohl die Darmkrebsraten in den letzten Jahren rückläufig sind, ist Darmkrebs immer noch eine der häufigsten Krebserkrankungen in der westlichen Welt. Es mehren sich die Hinweise, dass die westliche Ernährung, die als hochkalorisch, fleischhaltig und wenig ballaststoffreich gilt, das Kolorektalkrebsrisiko erhöht. Daten aus mehr als 800 epidemiologischen Studien führten zu der World Health Organization-Entscheidung, prozessiertes Fleisch als krebserregend zu kategorisieren. Indes zeigen Studien wie die European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition (EPIC) ebenso Möglichkeiten, das Darmkrebsrisiko zu reduzieren. Insbesondere eine ausgewogene fleischarme Ernährung reich an Ballaststoffen sowie ein Body-Mass-Index und Hüftumfang im normalen Bereich sind negativ mit dem Darmkrebsrisiko assoziiert. Eine ballaststoffreiche Diät wirkt sich auch auf die Darmmikrobiota aus und ist mit einem Anstieg des Metaboliten Butyrat assoziiert. Neueste Forschungsergebnisse zeigen, dass auch weitere Aspekte der westlichen Diät Einfluss auf die Darmgesundheit nehmen könnten. Bestimmte Nahrungsergänzungsmittel und Lebensmittelzusatzstoffe scheinen in empfänglichen bzw. vorgeschädigten Mäusen deutlich negative Effekte zu haben, die kurzfristig zu einer verstärkten Kolitis führen und mittel- und langfristig das Darmkrebsrisiko deutlich erhöhen können. Neben Ernährungsfaktoren spielt die medikamentöse Darmkrebsprävention, vor allem für Patienten mit erhöhtem Risiko wie Lynch-Syndrom-Patienten, eine Rolle. Vor allem die Studienlage zu Acetylsalicylsäure deutet darauf hin, dass die Langzeiteinnahme geringer Dosen von Acetylsalicylsäure das Risiko für ein Kolorektalkarzinom senkt. Innerhalb dieses Artikels wollen wir den Einfluss von Medikamenten wie auch der Ernährung auf das Kolorektalkarzinomrisiko beleuchten.
Literatur
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