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13.05.2018 | Cannabinoidtherapie | Pharma News | Onlineartikel | Bionorica ethics

Dronabinol und seine pharmakologischen Wirkungen

Aufgrund der pharmakologischen Eigenschaften von Dronabinol reichen die Anwendungsmöglichkeiten von Appetitsteigerung, Linderung von Übelkeit und Erbrechen über muskelrelaxierende und schmerzlindernde Wirkungen.

Dronabinol zeichnet sich durch multiple pharmakologische Wirkungen aus. Dadurch kann es verschiedene Beschwerden lindern, die chronisch Kranke und multimorbide Patienten beeinträchtigen.

  • Im Vordergrund stehen die zentral-muskelrelaxierende, antispastische Aktivität, die ebenso starke appetitstimulierende, antikachektische und gegen Tumortherapie-induzierte Übelkeit und Erbrechen gerichtete Wirkung, die in den 1980er Jahren zur USA-Registrierung des weltweit ersten Dronabinol-Fertigarzneimittels (Marinol®) führte.
  • Einsatzgebiete von Dronabinol sind vor allem Tumorschmerzbehandlung und Symptomkontrolle in der Palliativmedizin –also die Behandlung von schweren chronischen Schmerzen und anderen Symptomen bei Tumor- und Palliativpatienten als Add-On zu Opioiden. Cannabinoide können starke Opioide keinesfalls ersetzen, aber deren Wirkung verstärken und deren Nebenwirkungen wie v.a. Appetitmangel oder Übelkeit reduzieren. 
  • Nicht tumorbedingte chronische Schmerzen wie schmerzhafte Spastik bei Multipler Sklerose (MS) sowie neuropathische Schmerzen, die durch konservative Therapien nicht ausreichend gelindert werden können, sind weitere Anwendungsmöglichkeiten. 

Der dargestellte „Wirkstern“ veranschaulicht schematisch die relative Ausprägung der 7 wichtigsten klinischen Dronabinol-Effekte: zentrale Muskelrelaxation, Appetitstimulation, Dämpfung von Übelkeit und Erbrechen, Analgesie, Anxiolyse, Sedierung, Entzündungshemmung. Die Länge der jeweiligen Spitze veranschaulicht die relative Stärke der entsprechenden Wirkeigenschaften von Dronabinol.

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