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Cannabinoide - Einsatz in der Medizin

Diese Serviceseite wurde mit unserem Content-Partner* Bionorica ethics erstellt, der für die Inhalte verantwortlich ist.

Prim. Univ.-Prof. Dr. Rudolf Likar, MSc, Klinikum Klagenfurt

Zur Appetitsteigerung ist der Einsatz von Dronabinol als First-Line-Therapie gerechtfertigt. Entscheidend dabei ist, dass noch Restappetit vorhanden ist. Bei therapierefraktärer Übelkeit kann Dronabinol Erleichterung verschaffen: hier ist es als Add-on- Therapie in Kombination mit anderen Antiemetika zu empfehlen. 
Auch bei Tumorschmerzen, die nicht ausreichend mit einer Opioidtherapie beherrschbar sind, stellt Dronabinol eine Therapieoption dar. Wird dadurch eine ausreichende Schmerzlinderung erreicht, soll die Therapie fortgesetzt werden.

OA. Dr. Wolfgang Mair, MSc, Schmerzambulanz BKH Hall in Tirol

Der Stellenwert von Dronabinol in der Schmerztherapie hat in den vergangenen Jahren immer mehr zugenommen. Auch wenn es nicht als First-Line Therapie angewendet wird, eignet sich sein Einsatz vor allem bei Patienten, bei denen andere Analgetika nicht den gewünschten Erfolg zeigen oder nicht vertragen werden sowie bei Patienten, die vom breiten Wirkprofil von Dronabinol profitieren. Während früher der „klassische Dronabinol- Patient“ der Tumor- bzw. Palliativpatient war, wird Dronabinol nun auch bei Patienten mit chronischen, gutartigen Schmerzsyndromen im Sinne einer Add-on Therapie zu Opioiden verwendet.

Ao.Univ.-Prof. Dr. Siegrid Fuchs, LKH-Univ. Klinikum Graz

Dronabinol ist kein Medikament der ersten Wahl, deshalb ist der zahlenmäßige Stellenwert nicht so hoch. Allerdings leistet die Substanz für einzelne Fälle sehr gute Dienste. Patienten, die unter sehr ausgeprägten Spastiken leiden, welche auch mit konventionellen Therapien nicht ausreichend behandelbar sind, eignen sich für den Einsatz gut. Besonders gute Erfolge erzielt man auch, wenn zusätzlich stärkere Schmerzen im Rahmen der Spasmen vorliegen. Dronabinol ist somit eine wertvolle Hilfe in speziellen Fällen, aber sicher kein Mittel des täglichen Gebrauchs.

Online-Fortbildung Cannabinoide: Wissen erweitern und 3 DFP-Punkte sammeln

Die Behandlung mit Cannabinoiden nimmt in der Versorgung schwerkranker Patienten einen zunehmend wichtigen Platz ein. Für Ärzte bedeutet die Verordnung dieser Wirkstoffe jedoch nach wie vor eine große Herausforderung. Aufgrund des anhaltend starken Informationsbedarfs hat Bionorica ethics ein neues, innovatives eLearning mit O.Univ.-Prof. DDr. Hans-Georg Kress, FFPMCAI, EDPM, Prim. Univ.- Prof. Dr. Rudolf Likar, MSc. und Dr. Martin Pinsger, MSc. zum Thema „Medizinische Bedeutung des Einsatzes von CANNABINOIDEN“ entwickelt.

Zur Fortbildung auf www.bionorica-ethics.at

Endocannabinoidsystem (ECS) – eine bahnbrechende Entdeckung

In den 1990er-Jahren entdeckten Wissenschaftler im menschlichen Nervensystem spezielle Rezeptoren, an die THC bindet. Als Folge dieser Entdeckung wurden auch die körpereigenen, „endogenen“ Liganden gefunden.

Dronabinol und seine pharmakologischen Wirkungen

Dronabinol bietet als Add-On Medikation eine zusätzliche Therapieoption für Patienten, bei denen bislang kein zufriedenstellender Therapieerfolg erzielt werden konnte.

Einsatzgebiete von Dronabinol

Aufgrund der pharmakologischen Eigenschaften von Dronabinol reichen die Anwendungsmöglichkeiten von Appetitsteigerung, Linderung von Übelkeit und Erbrechen über muskelrelaxierende und schmerzlindernde Wirkungen.

Cannabis sativa in der Medizin

Medizinal- bzw. Drogenhanf und seine Bestandteile (Blüten, Knospen, Blätter) sind gemäß der Suchtgiftgesetzgebung in Österreich nicht verkehrsfähig und können daher nicht verordnet werden. Dem Patienten erwächst daraus aber kein Nachteil.

ÖSG-geprüft: Cannabinoide im klinischen Einsatz

Die österreichische Schmerzgesellschaft ÖSG widmete sich ebenfalls dem Schwerpunktthema Cannabinoide. Das hochrangige Expertenteam bezieht im „Positionspapier der ÖSG zum klinischen Einsatz von Cannabinoiden in der Schmerzmedizin“ Stellung.

Interview: Yes We Cannabinoid

Obwohl die positiven Wirkungen von Cannabinoiden in der Schmerztherapie bekannt sind, gilt chronischer Schmerz nicht als Verschreibungskriterium. Dr. Astrid Pinsger-Plank, Präsidentin des Schmerzverbandes, im Gespräch.

Historische Entwicklung

Die Verwendung von Cannabis erreichte zwischen 1880 und 1900 in Europa ihre Blütezeit. Der schleichende Abstieg hatte medizinische und politische Gründe.

Hanf: Wissenswertes aus Botanik und Kultivierung

Die Gattung Cannabis ist eine von 11 Pflanzengattungen aus der Familie der Hanfgewächse (Cannabaceae). Sie ist, in ihrem natürlichen Umfeld gesehen, eine einjährige krautige, leicht verholzende Pflanze, die eine Größe von 2 bis 6 Metern erreichen kann. Die Vegetationsdauer ist mit circa 90 – 110 Tagen beschränkt. Die Pflanze stirbt nach der Blütezeit ab.

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