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01.06.2017 | originalarbeit | Ausgabe 2/2017 Open Access

neuropsychiatrie 2/2017

Burnout-Symptomatik bei KlinikärztInnen

Zeitschrift:
neuropsychiatrie > Ausgabe 2/2017
Autoren:
a.Univ.-Prof. Dr. med.univ. Ilsemarie Kurzthaler, Priv.-Doz. Dr. rer.nat. Georg Kemmler, Univ.-Prof. Dr. med.univ. W. Wolfgang Fleischhacker

Zusammenfassung

Hintergrund

Burnout ist kein akuter Zustand sondern eine anhaltende Stressreaktion, gekennzeichnet durch emotionale Erschöpfung, Depersonalisation und fehlende persönliche Erfüllung. Ziel dieser Studie war es, Prävalenz und Ausprägung der Burnout-Symptomatik in einer Population von KlinikärztInnen zu untersuchen und einen möglichen Zusammenhang zwischen Burnout-Symptomatik und soziodemografischen und berufsbezogenen Variablen zu ermitteln.

Methodik

69 an der Universitätsklinik bzw. am Landeskrankenhaus Innsbruck beschäftigte ÄrztInnen unterschiedlicher Fachrichtungen ≤55 Jahre wurden in diese Querschnittsuntersuchung eingeschlossen. Neben soziodemografischen und berufsbezogenen Daten wurde mit Hilfe des Maslach Burnout Inventory (MBI) die Burnout-Symptomatik erhoben.

Ergebnisse

Die Einteilung nach Burnout-Risiko aufgrund der Kombinationen der drei MBI-Subskalen ergab für 8,8 % der KlinikärztInnen ein hohes Risiko. Diese ÄrztInnen waren durch starke emotionale Erschöpfung, starke oder mittelgradige Depersonalisation und geringe bzw. in einem Fall mäßige persönliche Erfüllung charakterisiert. Weitere 11,8 % der teilnehmenden ÄrztInnen zeigten ein mäßiges Burnout-Risiko. Soziodemografische Variablen, Ausbildungsstand und Fachrichtung zeigten keinen signifikanten Einfluss auf die Burnout-Symptomatik. Dagegen korrelierte wissenschaftliche Tätigkeit mit einer signifikant höheren persönlichen Erfüllung und erwies sich somit als protektiver Faktor im Rahmen der Burnout-Entwicklung.

Fazit für die Praxis

Diese Untersuchung zeigt, dass Burnout-Symptomatik bei KlinikärztInnen unabhängig von der Fachrichtung eine erhebliche Problematik darstellt. Die Entwicklung wissenschaftlich fundierter Maßnahmen im Sinne der Burnoutprävention und -therapie ist daher erforderlich.
Literatur
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