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01.12.2015 | Anaesthesie & Intensivmedizin | Ausgabe 6/2015 Open Access

Wiener klinisches Magazin 6/2015

Blutungsmanagement bei Patienten unter Therapie mit Dabigatran

Ein Leitfaden für den Einsatz von Idarucizumab

Zeitschrift:
Wiener klinisches Magazin > Ausgabe 6/2015
Autoren:
Prim. Univ.-Prof. Dr. Sibylle Kozek-Langenecker, Prim. Univ.-Prof. Dr. Kurt Huber

Zusammenfassung

Das Nicht-Vitamin-K-Antagonist-orale Antikoagulans (NOAK) Dabigatran weist bei vergleichbarer bis besserer präventiver Wirkung gegen Thromboembolien ein geringeres Risiko für lebensbedrohende Blutungen auf als Vitamin-K-Antagonisten (VKA). Dennoch können, wie bei jedem Antikoagulans, auch unter Dabigatran schwere bis lebensbedrohende Blutungen auftreten, und es kann bei mit Dabigatran behandelten Patienten ein notfallmedizinischer Eingriff erforderlich werden, bei dem das Blutungsrisiko durch die gerinnungshemmende Wirkung von Dabigatran erhöht ist.
Für das Management manifester Blutungen unter Dabigatran und die Prävention von Blutungen bei dringend nötigen Eingriffen und invasiven Interventionen steht nun – erstmals für ein NOAK – mit Idarucizumab ein spezifisches Antidot zur Verfügung. Idarucizumab, ein humaner Antikörper ohne Fc-Fragment, kann die Wirkung von Dabigatran innerhalb weniger Minuten nach intravenöser Gabe rasch und vollständig antagonisieren.
Dieser Leitfaden fasst die aktuelle Datenlage zu Dabigatran und Idarucizumab zusammen und gibt Empfehlungen zur Anwendung von Idarucizumab in der Praxis. Behandelt werden dabei der perioperative und periinterventionelle Einsatz von Idarucizumab sowie das Management von Blutungen unabhängig von chirurgischen Eingriffen aus interdisziplinärer Sicht. Der Leitfaden fasst intensive Diskussionen von Experten aus verschiedenen Disziplinen zusammen (Kardiologie, Anästhesie und Intensivmedizin, Chirurgie, Neurologie, Notfallmedizin, Labormedizin, Hämatologie und Hämostaseologie).
Literatur
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