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01.10.2017 | Originalien | Ausgabe 3/2017

Journal für Gynäkologische Endokrinologie/Schweiz 3/2017

Bioidentische Hormone in der Menopausetherapie

Zeitschrift:
Journal für Gynäkologische Endokrinologie/Schweiz > Ausgabe 3/2017
Autor:
Priv.-Doz. Dr. med. Alexander Römmler
Wichtige Hinweise

Dieser Beitrag wird auch im Journal für Gynäkologische Endokrinologie/Österreich 2017, DOI https://​doi.​org/​10.​1007/​s41974-017-0001-0 veröffentlicht.

Zusammenfassung

Eine menopausale Hormontherapie (MHT) ist heute wissenschaftsbasiert unter Beachtung persönlicher Risikofaktoren und methodischer Varianten wie bioidentischer Vorgehensweisen risikoarm möglich. Hierbei ist nicht nur auf „körperidentische“ Hormone wie Estradiol und Progesteron oder Hormongemische mit Estradiol, Estriol und Estron im Vergleich zu „synthetischen“ oder nichthumanen Hormonderivaten abzustellen, sie müssen auch in pharmazeutischer Qualität und mit Belegen zur Wirksamkeit und Sicherheit zur Verfügung stehen. Dazu gibt es behördlich zugelassene Präparate (z. B. Estradiol transdermal, oral mikronisiertes Progesteron), aber auch individuell in Apotheken hergestellte Mixturen ohne solche Siegel, die oft mit nicht belegten Wirkversprechungen versehen sind. Ferner sind effektive Dosierungen erforderlich, die zur Risikoarmut aber Wirkspiegel und primäre Organbelastungen (z. B. Leber, Gefäße) im niedrigen physiologischen Bereich anstreben lassen. Dazu können Blutspiegel von Estradiol wie in einer frühen Follikelphase oder von Progesteron wie mittluteal als Richtschnur dienen, wobei jeweils separat Dosierung, Darreichungsart und die hiermit verbundene Metabolisierung zu berücksichtigen sind. Nicht nur Estradiol, sondern auch Progesteron kann unterschiedliche Partialeffekte durch orale versus transdermale oder vaginale Darreichung bewirken, die von klinischer Relevanz sind. Solche wissenschaftsbasierten bioidentischen Vorgehensweisen erleichtern durch ihre Risikoarmut bei gegebener Effektivität einen breiten Einsatz der MHT in der täglichen Praxis. Dadurch können sowohl therapeutische (z. B. klimakterische Beschwerden) als auch zunehmend präventive Aspekte (z. B. Osteo- und Neuroprävention) berücksichtigt werden.

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Literatur
Über diesen Artikel

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