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05.10.2017 | originalarbeit | Ausgabe 4/2017 Open Access

Psychotherapie Forum 4/2017

Behandlungstechnik in Katathym Imaginativer Psychotherapie, Hypnosepsychotherapie und Autogener Psychotherapie: Die Therapeutenversion der „Prozessskala für imaginations- und trancebasierte tiefenpsychologische Methoden“ (PIT)

Zeitschrift:
Psychotherapie Forum > Ausgabe 4/2017
Autoren:
Christian Sell, Eveline Schöpfer-Mader, Bernhard Brömmel, Heidi Möller
Wichtige Hinweise
Der ursprüngliche Artikel wurde geändert: Die Abkürzung PITT ist im Feld der Psychotherapie bereits für die „Psychodynamisch Imaginative Trauma-Therapie“ nach Luise Reddemann etabliert sowie markengeschützt. Die von den Autoren entwickelte „Prozessskala für imaginations- und trancebasierte tiefenpsychologische Methoden“ wird von den Autoren von nun an mit PIT abgekürzt.
A correction to this article is available online at https://​doi.​org/​10.​1007/​s00729-017-0103-1.

Zusammenfassung

Es wird die Therapeutenversion der Prozessskala für imaginations- und trancebasierte tiefenpsychologische Methoden (PIT) vorgestellt und anhand einer klinischen Stichprobe validiert. Die PIT ist konzipiert als Instrument zur Erfassung von therapeutischem Vorgehen und Interventionstechniken in Katathym Imaginativer Psychotherapie (KIP), Hypnosepsychotherapie (HY) und Autogener Psychotherapie (ATP). Alle drei Verfahren sind tiefenpsychologische Methoden und zeichnen sich in ihrem therapeutischen Vorgehen durch imaginations- und trancebasierte Techniken aus. Anhand der PIT soll einerseits in zukünftigen Studien die Erfassung der Adhärenz und die Anbindung von KIP, HY und ATP an die Prozess-Ergebnisforschung ermöglicht werden, andererseits bietet die Skala auch Möglichkeiten einer empirisch gestützten Weiterentwicklung der Behandlungstechnik in den Methoden. Die PIT wurde entwickelt auf Grundlage der etablierten Comparative Psychotherapy Process Scale (CPPS) von Hilsenroth und Kollegen und ist für den kombinierten Einsatz mit dieser vorgesehen. Die Validierung der PIT als Instrument zur Adhärenzmessung erfolgte anhand von Daten aus N = 353 begonnenen und N = 161 abgeschlossenen Behandlungen. Wir konnten zeigen, dass die PIT intern konsistent ist und über gute Itemkennwerte verfügt. Die Faktorenstruktur ist zufriedenstellend. Die Test-Retest-Reliabilität der Items ist akzeptabel bis sehr gut. In Kombination mit der CPPS diskriminiert die PIT insgesamt sehr gut zwischen den drei untersuchten Psychotherapiemethoden. Die Ergebnisse liefern erste Hinweise, dass mit der PIT ein ökonomisches und valides Instrument vorgelegt wurde, anhand dessen die Behandlungstechnik in KIP, HY und ATP aus Therapeutensicht abgebildet werden kann. Limitationen, die mit der Beschränkung auf die Therapeutenperspektive einhergehen, werden abschließend diskutiert, gemeinsam mit Möglichkeiten zur Erweiterung der Skala.
Literatur
Über diesen Artikel

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