Skip to main content
main-content

Tipp

Weitere Artikel dieser Ausgabe durch Wischen aufrufen

30.09.2019 | Kardiologie

Bedeutung von Biomarkern bei der Lungenarterienembolie

Zeitschrift:
Wiener klinisches Magazin
Autoren:
Sebastian Kupp, Dr. Janine Pöss
Wichtige Hinweise
Dieser Beitrag wurde in der Zeitschrift Der Internist 6/2019 · 60:571–577, https://​doi.​org/​10.​1007/​s00108-019-0607-6 erstveröffentlicht. Zweitpublikation mit freundlicher Genehmigung der Autoren.

Zusammenfassung

Die Lungenarterienembolie (LAE) ist als dritthäufigste kardiovaskuläre Erkrankung eine Hauptursache für Hospitalisierung, Morbidität und Mortalität in den westlichen Industrienationen. Aufgrund vieler unterschiedlicher klinischer Erscheinungsformen sowie unspezifischer Krankheitszeichen ist eine schnelle Diagnosefindung häufig schwierig. Die D‑Dimere entstehen nach Aktivierung des Gerinnungssystems mit Produktion sowie Abbau von Fibrin. Sie sind aktuell der einzige allgemeine Laborparameter, der die Aktivität der Gerinnungskaskade widerspiegelt. Die vorliegende Übersicht befasst sich damit, welchen Nutzen die D‑Dimere im Rahmen der LAE-Diagnostik haben, welche Besonderheiten zu beachten sind und wo die Grenzen und Probleme dieses Biomarkers liegen. In Zusammenschau ist zu sagen, dass die D‑Dimere in Kombination mit der klinischen Vortestwahrscheinlichkeit ein verlässlicher Biomarker zum Ausschluss einer LAE sind. Hierbei sollten jedoch testspezifische Grenzwerte berücksichtigt werden. Bei Patienten über 50 Jahre sollte ein altersadjustierter Grenzwert verwendet werden. Im Rahmen von Erkrankungen oder Situationen, die auch ohne Vorliegen einer LAE mit erhöhten D‑Dimeren einhergehen, wie Malignomen, Operationen, Infektionen oder Schwangerschaft, wird die Verwendung der D‑Dimere nicht empfohlen.

Bitte loggen Sie sich ein, um Zugang zu diesem Inhalt zu erhalten

Literatur
Über diesen Artikel