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01.12.2017 | Originalien | Ausgabe 4/2017

Journal für Gastroenterologische und Hepatologische Erkrankungen 4/2017

Barrett-Ösophagus: Screening und Surveillance – eine Standortbestimmung

Zeitschrift:
Journal für Gastroenterologische und Hepatologische Erkrankungen > Ausgabe 4/2017
Autoren:
OA Dr. Judith Leiner, Prim. Univ.-Prof. Dr. Andreas Püspök

Zusammenfassung

Das Adenokarzinom des Ösophagus weist weltweit sowie auch in Österreich in den letzten Jahren eine steigende Inzidenz auf. Der größte Risikofaktor des Adenokarzinoms ist der sog. Barrett-Ösophagus. Dessen Risikofaktoren sind männliches Geschlecht, helle Hautfarbe, Übergewicht, Rauchen, höheres Alter, langjähriger Reflux und weniger ausgeprägt auch die familiäre Belastung. Ein generelles Screening der Allgemeinbevölkerung wird derzeit nicht empfohlen, für Hochrisikogruppen scheint ein Screening dennoch sinnvoll. Immunhistochemische Marker, wie „trefoil factor 3“ (TFF3), SOX2 und p53, waren in Studien vielversprechend in der Risikostratifizierung eines Barrett-Ösophagus. Für den Pathologen scheint p53 derzeit von größter Relevanz zu sein. Für die Surveillance gibt es Empfehlungen, die in einem Positionspapier der Europäischen Gesellschaft für Gastrointestinale Endoskopie festgehalten sind. Weiters hat bei Vorliegen einer Dysplasie immer die Nachbefundung durch einen Referenzpathologen zu erfolgen. Die Therapie einer „high-grade Dysplasie“ (HGD) bzw. eines Frühkarzinoms, in manchen Fällen auch einer „low-grade Dysplasie“ (LGD), erfolgt durch eine endoskopische Mukosaresektion (EMR) oder endoskopische Submukosadissektion (ESD) in Kombination mit einem ablativen Verfahren, wobei hier die Radiofrequenzablation (RFA) am besten untersucht ist. Doch auch nach RFA besteht das Risiko von Rezidiven, weshalb eine lebenslange Surveillance in noch nicht definierten Zeitabständen erfolgen muss.

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Literatur
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