Skip to main content
main-content

Tipp

Weitere Artikel dieser Ausgabe durch Wischen aufrufen

24.03.2020 | MKÖ Open Access

Bandoperation bei betagten Frauen – Nutzen/Risiko?

Zeitschrift:
Journal für Urologie und Urogynäkologie/Österreich
Autoren:
Univ. Prof. Dr. Dr. h.c. Heinz Kölbl, Dr. Ksenia Halpern
Wichtige Hinweise

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.

Zusammenfassung

Die Implantation spannungsfreier Bänder („tension free vaginal tape“ [TVT]) ist eine minimalinvasive Technik zur Behandlung der Belastungsinkontinenz. Um den Stellenwert und die Besonderheiten der Methode bei älteren Menschen zu evaluieren, wurde eine selektive Literaturrecherche in PubMed mit den Stichworten „urinary incontinence“/„tension free vaginal tape“/„stress incontinence“ AND „elderly“ durchgeführt. Angesichts der demografischen Entwicklung weltweit erweist sich die Harninkontinenz im Alter als zunehmendes medizinisches und sozioökonomisches Problem. Ein TVT kann selbst bei Hochaltrigen unter folgenden Bedingungen ins Auge gefasst werden: grundsätzlich fehlende Kontraindikation gegen einen chirurgischen Eingriff; Vorliegen einer Belastungs- oder Mischinkontinenz (mit hohem Belastungsanteil); Versagen der konservativen Therapie. Unter der Voraussetzung von Operationswunsch und gegebener Operabilität zeigen die Langzeitergebnisse des TVT über 11 Jahre eine persistierende Kontinenzrate von mehr als 80 %. Die Operation ist sicher und effektiv, geht allerdings mit einer erhöhten Rate von postoperativen Harnwegsinfekten und De-Novo-Dranginkontinenz einher.
Literatur
Über diesen Artikel