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Inhalte aus Gastroenterologie

Ältere Beiträge chronologisch absteigend

Magenbeschwerden ohne Befund

Viele Patientinnen und Patienten leiden an Bauchschmerzen und ähnlichen Symptomen, ohne dass sich eine körperliche Ursache ermitteln lässt. Hausärztinnen und Hausärzte sollten die Ausschlussdiagnose funktionelle Dyspepsie immer im Hinterkopf haben: Sie ist in klar definierten Schritten zu erreichen und führt zu konkreten Therapieempfehlungen.

Austrian multisociety consensus on metabolic dysfunction-associated steatotic liver disease

  • Open Access
  • Leber
  • Redaktionstipp

Dieses gemeinsame Konsensuspapier der Österreichischen Gesellschaften für Gastroenterologie und Hepatologie (ÖGGH), Diabetologie (ÖDG) und Adipositas (ÖAG) soll praktische Empfehlungen für das Management von Personen mit metabolisch dysfunktionsassoziierter Steatose der Leber (MASLD) geben, einschließlich jener mit kombinierter metabolischer Dysfunktion und alkoholassoziierter Steatose der Leber (MetALD).

Hepatitiden heute

Hepatitis B, C und D bleiben trotz medizinischer Fortschritte ein zentrales Thema in der klinischen Praxis. Der folgende Beitrag beleuchtet, welche Entwicklungen für die ärztliche Versorgung besonders relevant sind.

Im Erbgut verankert

Trotz seiner Seltenheit lohnt es sich, den Morbus Wilson genauer unter die Lupe zu nehmen. Denn dahinter verbirgt sich eine Erkrankung, die ohne Therapie tödlich verläuft.

Anämie: Eine vertrackte Magen-Darm-Geschichte

Einem niedrigen Hämoglobin-Wert liegt in vielen Fällen eine Erkrankung im Magen-Darm-Trakt zugrunde. Dies zeigen drei Fälle aus dem gastroenterologischen Praxisalltag. Dabei stellt sich stets die Frage, wann bei Blutarmut eine Endoskopie indiziert ist.

Mikroskopische Colitis – Evidenz Stand 2025

Bei chronischen Durchfällen ist der Ausschluss einer mikroskopischen Colitis ein wichtiger Teil der koloskopischen Abklärung. Die Krankheit löst wässrige, teils schwere Durchfälle aus und kann die Lebensqualität entscheidend minimieren. Die mikroskopische Colitis tritt typischerweise bei Frauen über dem 50. Lebensjahr auf, aber nicht nur. Nikotin und NSAR können eine Rolle spielen.

Künstliche Intelligenz hilft beim Erkennen gefährlicher Darmpolypen

Studie der Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften zeigt: Bereits medizinischer Nachwuchs trifft mit KI präzise Entscheidungen bei der Darmkrebsvorsorge.

Ikterus: Was steckt dahinter?

Eine 54-jährige Patientin stellt sich mit seit einigen Tagen bestehenden kolikartigen Oberbauchschmerzen in der Sprechstunde vor. Es imponiert ein Sklerenikterus. Auf Nachfrage berichtet die Patientin von hellem Stuhlgang und dunklem Urin. Die Patientin hat 39 °C Temperatur. Sie ist cholezystektomiert.

Mensch-Bakterien-Superorganismus

Die Rolle des intestinalen Mikrobioms bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen ist komplex. Aktuelle Modelle gehen von einer fehlregulierten Immunantwort bei genetisch prädisponierten Personen aus.

Das Management innovativer oraler Onkologika

Orale Onkologika – sog. Zytoralia – sind aus dem Armentarium der modernen Krebstherapie nicht mehr wegzudenken. Mehr als 140 orale onkologische Präparate sind in Österreich derzeit am Markt. Um der Problematik von Arzneimittelinteraktionen bei Polypharmazie entgegenzuwirken, ist systematisches Deprescribing notwendig.

Sechs von zehn Leberkrebsfällen sind vermeidbar

60% aller hepatozellulären Karzinome gehen auf vermeidbare Risikofaktoren zurück, wie ein Lancet-Paper zeigt. Die Expert:innen setzen auf Prävention.

Darm krank – alles krank?

Das Mikrobiom gilt als der Shootingstar der Medizin. Lange Zeit wurde diskutiert, ob die Mikroben im Körper Sand im Getriebe oder heimliche Helfer seien. Seit einigen Jahren gibt es bahnbrechende neue Erkenntnisse über die Bedeutung des Mikrobioms für die Entstehung und Therapie von chronischen Krankheiten.

Neue Behandlungsansätze bei Zöliakie: Was die Zukunft bringt

Die einzige nachgewiesene Behandlung für Zöliakie ist die lebenslange Einhaltung einer strikten glutenfreien Diät. Allerdings ist eine vollständige Glutenvermeidung schwierig und viele Patient:innen zeigen trotz größter Bemühungen weiterhin Symptome oder histologische Veränderungen. Aufgrund der hohen Prävalenz der Zöliakie und ihrer gut erforschten Pathophysiologie rückt die Entwicklung neuer Medikamente zunehmend in den Fokus, um die Grenzen der diätetischen Therapie zu überwinden.

Damit der Start in den klinischen Alltag leichter wird

Die ÖGGH-App dient der Wissensvermittlung für angehende Fachärztinnen und Fachärzte im Bereich der Gastroenterologie. Darüber hinaus soll sie im Nachtdienst sowie im klinischen Alltag als unterstützendes Hilfsmittel fungieren. So gibt es zum Beispiel Schritt-für-Schritt-Anleitungen für eine Leberbiopsie.

Still und schleichend: Wie Alkohol das Nervensystem zerstört

Alkohol ist gesellschaftlich akzeptiert, auch wenn der Mythos vom „gesunden Gläschen Wein“ nicht mehr zu halten ist. Gerade die Auswirkungen einer Alkoholsucht auf das Gehirn sind katastrophal, Menschen mit pathologischem Alkoholkonsum erleiden bereits in mittleren Lebensjahren demenzähnliche Zustände mit zum Teil komplettem Verlust der Selbstautonomie. Alkohol schädigt die Nervenzellen über verschiedene Mechanismen.

Symptomlinderung bis ans Ende

Gastrointestinale Komplikationen im Palliativsetting fordern nicht nur die Patienten, sondern auch die behandelnden Teams. Die Abwägung von Symptomkontrolle, Intervention und Patientenwunsch wird zum Balanceakt.

Management der malignen intestinalen Obstruktion

Die maligne intestinale Obstruktion (MIO) stellt eine relativ häufige Komplikation fortgeschrittener Tumorerkrankungen dar, insbesondere bei Patient:innen mit primär abdominellen oder abdominell metastasierten Karzinomen. Ein multifaktorielles Management ist wesentlich, um die Lebensqualität der Patient:innen zu erhalten.

Kleine trojanische Pferde im Darm

Colitis ulcerosa als chronische Entzündung des Dickdarms, betrifft weltweit über fünf Millionen Menschen. Die Ursachen der Krankheit sind noch nicht vollständig geklärt. Eine neue internationale Studie, an der auch Forschende der Medizinischen Universität Graz und der Universität Graz beteiligt waren, liefert nun wichtige neue Erkenntnisse: Nicht nur lebende Darmbakterien, sondern auch deren winzige, von Antikörpern umhüllte Vesikel tragen maßgeblich zur chronischen Entzündung bei. Die Ergebnisse wurden in Nature Communications veröffentlicht.

DFP-Literaturstudium: Der Vagusnerv und die Stimulation seines aurikulären Astes in der Schmerztherapie

Im Rahmen der multimodalen Schmerztherapie werden Neuromodulationsverfahren wie die elektrische Stimulation des aurikulären Asts des Vagusnervs (aVNS) als effektive, nicht-medikamentöse Therapie eingesetzt, die gute Wirksamkeit bei chronischen Schmerzen zeigt, insbesondere chronischen Rückenschmerzen, myofaszialem Schmerzsyndrom, Migräne oder abdominellen Schmerzen.
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DFP-Webcast: Aurikuläre Vagusnervstimulation (aVNS)

In einem DFP-Webinar von P.A.I.N.S. stellten Prim. Univ.-Prof. Dr. Rudolf Likar, MSc und OA Dr. Andreas Wolf eine Metaanalyse vor, sprachen über den Wirkungsmechanismus und die Indikationen der aurikulären Vagusnervstimulation (aVNS), und präsentierten spannende Fallbeispiele. Jetzt als DFP-Videofortbildung!
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Schmerzmittel mit Sauerkraut

Schmerzmedikamente können das Mikrobiom beeinflussen und das Mikrobiom beeinflusst, wie Schmerzmedikamente verstoffwechselt werden und wie sie wirken.

Welche Krebserkrankungen bei Zöliakie häufiger auftreten

Eine große Kohortenstudie hat den Zusammenhang zwischen Zöliakie und gastrointestinalen Krebserkrankungen und inflammatorischen Krankheiten untersucht. Neben gastrointestinalen Tumoren ist auch ein nicht solider Krebs häufiger.

Impfen bei chronischen Lebererkrankungen

Die Leberzirrhose als Endstadium einer chronischen Lebererkrankung beeinträchtigt das Immunsystem und erhöht die Anfälligkeit für Infektionen, die zu schweren Komplikationen führen können. Daher ist die Vorbeugung von Infektionen ein wichtiger Bestandteil der medizinischen Versorgung von Patienten mit chronischen Lebererkrankungen.

Neuromodulation bei Reizdarmsyndrom – jetzt auch beim Hausarzt

Die ATLANTIS-Studie ist die bisher grösste Studie zur Untersuchung der Wirksamkeit eines trizyklischen Antidepressivums bei Reizdarmsyndrom und die erste, die ausschließlich in der Primärversorgung durchgeführt wurde. Hier finden Sie die Ergebnisse in der Übersicht. 

Diabetes erhöht das Risiko für Tumorkachexie und geringe Lebenserwartung

Tumorkachexie bewirkt, dass Krebstherapien weniger effektiv sind, wodurch sich der Krankheitsverlauf verschärft. Trotz ihrer Häufigkeit bleibt diese onkologische Begleiterscheinung oft unbeachtet und führt bei etwa jedem dritten Betroffenen zum Tod, so eine aktuelle Übersichtsarbeit in Nature Metabolism.1 Besonders alarmierend: Menschen mit Diabetes tragen ein erhöhtes Erkrankungsrisiko.

Ein verstimmter Magen

Gezieltes Screening der Medikation im Sinne eines Patient-Centered Care verbessert die Lebensqualität und reduziert Arzneimittelinteraktionen. Um funktionelle Dyspepsie zu diagnostizieren, müssen mögliche organische Ursachen und eine Helicobacter pylori -Infektion ausgeschlossen werden.

Plastikpartikel bis in die kleinste Zelle

Mikroplastik wurde bereits in Darm, Leber, Nieren, der Plazenta und dem Gehirn gefunden. Vor allem, wenn zusätzlich eine Vorerkrankung vorliegt, kann dies gesundheitlichen Schaden verursachen.

Proteine allein reichen nach bariatrischer Op. nicht für Muskelerhalt

Nach bariatrischer Operation soll nicht nur eine Malnutrition, sondern auch eine Sarkopenie verhindert werden. Empfohlen wird aus diesem Grund eine hohe Proteinzufuhr. Das allein erhält die Muskelmasse und -funktion nicht. 

Gluten Tag, schön Sie zu sehen!

Hier sind Sie ja! Wie schön! Nachdem ich das Thema letztes Mal schon ganz kurz gestreift habe und es einfach der absolute Dauerbrenner ist, möchte ich mit Ihnen heute über Gluten sprechen. Ja, ich weiß schon, Gluten ist furchtbar gefährlich, aber haben Sie keine Angst, ich bin ja bei Ihnen.

Sinnhaftigkeit von Diäten bei Erkrankungen des Verdauungstrakts

In den letzten Jahren ist der Wunsch der Menschen nach gesunden und heilenden Diäten deutlich größer geworden. Allerdings ist nur bei einer geringen Zahl der gastrointestinalen Erkrankungen die Wirksamkeit bzw. die Notwendigkeit dieser speziellen Ernährungsweisen wissenschaftlich nachgewiesen.

Endoskopische und chirurgische Behandlung intestinaler Stenosen im Zusammenhang mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen

Der Morbus Crohn (MC), eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung (CED), ist durch eine übergreifende transmurale Entzündung des Gastrointestinaltrakts gekennzeichnet, die zu entzündlichen und fibrotischen Stenosen führen kann. Bei etwa 20 % der Patient:innen mit einem MC werden innerhalb von 10 Jahren nach Diagnosestellung Stenosen beobachtet.

Bauchgeschichten – von harmlos bis heikel

Ob brennende Schmerzen, ein dumpfes Druckgefühl oder unspezifische Missempfindungen: Bis zu 54 Prozent der Erwachsenen berichten im Laufe ihres Lebens über solche Beschwerden. Hinter diesen unspezifischen Symptomen kann sich eine Vielzahl an Ursachen verbergen – von harmlosen funktionellen Störungen bis hin zu ernsthaften organischen Erkrankungen.

Das Feuer in der Brust

Wer kennt es nicht? Das brennende Gefühl in der Speiseröhre nach einer zu großen Portion. Während gelegentliches Sodbrennen für viele Menschen nur ein unangenehmes Symptom darstellt, kann die chronische gastroösophageale Refluxerkrankung unbehandelt zu schwerwiegenden Komplikationen führen. Ein chirurgischer Eingriff kann Abhilfe schaffen.

Eine Drüse als Schaltstelle

Ganz spezielle Drüsen im Dünndarm dürften die Angriffspunkte sein, über die das Gehirn die Zusammensetzung des Darmmikrobioms beeinflusst. Damit werden die komplexen Mechanismen besser verstanden, wie sich psychische Zustände auf die körperliche Gesundheit auswirken können.

Leberzysten: Ultraschall und Diagnostik

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Dieser Übersichtsartikel bietet eine umfassende Darstellung der Diagnostik von Leberzysten, mit besonderem Fokus auf die Rolle des Ultraschalls als primäres bildgebendes Verfahren. Leberzysten sind häufige Befunde, die in der klinischen Praxis auf eine Vielzahl von Ätiologien zurückzuführen sein können, von benignen einfachen Zysten bis hin zu komplexeren und potenziell gefährlichen Zuständen.

Hart feiern, sauer aufstoßen

Manch einer kennt das Brennen in der Speiseröhre nach einem Festmahl. Hin und wieder ist das auch ganz normal. Doch ab wann spricht man von chronischem Reflux?

DFP-Podcast: CED & Osteoporose

Die Entzündung gut im Griff, aber lauert etwas im Hintergrund? Für die Therapie der CED stehen mittlerweile eine Vielzahl an Optionen und Substanzklassen zur Verfügung,  neuerdings auch JAK-Inhibitoren. Ziel der Therapie der CED ist immer, Patient:innen in eine stabile Remission zu bringen.  

Mit freundlicher Unterstützung von:
  • Pfizer Corporation Austria GmbH

Bewährtes und Neues in der Arzneitherapie des Reizdarmsyndroms

Das Reizdarmsyndrom ist eine Erkrankung des Verdauungstrakts mit oft jahrzehntelanger Chronizität. Gleichzeitig ist die Therapie besonders anspruchsvoll, weil ein Behandlungserfolg häufig eine Kombination medikamentöser und nichtmedikamentöser Maßnahmen erfordert. Die Pathomechanismen sind nur ansatzweise aufgeklärt. 

Was tun bei Leberzirrhose plus Diabetes?

Lebererkrankungen treten häufig in Kombination mit einem Diabetes mellitus Typ 2 auf. Bei Patienten mit Leberzirrhose wechseln je nach Krankheitsstadium die Anforderungen an die Diabetestherapie. Aufmerksamkeit und Flexibilität sind gefragt. 

Der Preis moderner Ernährung

Unsere Lebensmittel enthalten zahlreiche Inhaltsstoffe, die für die Gedärme unserer Vorfahren noch unbekannt waren. Möglicherweise reagieren wir deshalb noch heute mit chronischer Entzündung. Könnte dagegen eine antiinflammatorische Ernährung helfen?

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