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01.09.2013 | originalarbeit | Ausgabe 3/2013

neuropsychiatrie 3/2013

Arbeitslosigkeit, Suizid- und Tötungsraten in den EU-Staaten

Zeitschrift:
neuropsychiatrie > Ausgabe 3/2013
Autoren:
DDr. Kristina Ritter, Univ.-Prof. Dr. Werner Zitterl, Univ.-Prof. Dr. Thomas Stompe
Wichtige Hinweise
Ein Erratum zu diesem Beitrag ist unter http://​dx.​doi.​org/​10.​1007/​s40211-013-0084-4 zu finden.

Zusammenfassung

Grundlagen

Während der Zusammenhang zwischen den Arbeitslosenquoten und den nationalen Suizidraten durch verschiedene Studien belegt ist, gibt es nur wenige Untersuchungen über die Beziehung zwischen Arbeitslosigkeit und Homizidraten. Im Besonderen ist nicht bekannt, ob Selbst- und Fremdtötung durch dieselben sozioökonomischen Faktoren bedingt sind.

Methodik

Mittels statistischer Regressionsverfahren wurde der Einfluss der Arbeitslosenquote, des Prokopfeinkommens und des jährlichen Alkoholkonsums auf die Suizid- und Homizidraten der 27 EU-Staaten untersucht.

Ergebnisse

Es fand sich eine positive Korrelation zwischen Suizid- und Homizidraten. Bei Männern ist Arbeitslosigkeit ein starker Prädiktor nicht nur für Selbst- sondern auch für Fremdtötung Die Suizidraten der Männer werden auch durch die jährliche Menge an konsumiertem Alkohol beeinflusst. Die Suizidraten der Frauen korrelieren hingegen weder mit den sozioökonomischen Variablen noch mit dem Alkoholkonsum.

Schlussfolgerungen

Arbeitslosigkeit scheint eine stärkere Erschütterung der männlichen als der weiblichen Identitätsentwürfe zu bewirken, da erstere offenbar noch immer in hohem Maße von vorgegebenen sozialen Rollen abhängig ist, in diesem Fall von der Fähigkeit, durch Arbeit sich selbst und eine Familie zu ernähren.

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Literatur
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