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Haarausfall: Ursache, Abklärung und Therapie bedeutsamer Krankheitsbilder in der frauenärztlichen Sprechstunde

  • 02.02.2026
  • Alopezie
  • Gynäkologische Endokrinologie

Zusammenfassung

Haarverlust wird von Betroffenen vielfach als belastend erlebt und führt zu einer Minderung der Lebensqualität. Frauen können sich mit umschriebenem oder diffusem Haarausfall in der gynäkologischen Sprechstunde zeigen. Hierbei muss untersucht werden, ob die Haarfollikel im Alopezieareal erhalten oder durch Vernarbung ersetzt sind. Zahlreiche Krankheitsbilder können gesehen werden: Die androgenetische Alopezie der Frau weist ein charakteristisches Bild der zentralen Haardichteminderung mit erhaltener Haarbrücke frontal auf. Das telogene Effluvium findet sich rasch nach belastenden Ereignissen und führt zu büschelweisem Haarverlust. Im Rahmen einer Chemotherapie wird das anagene Effluvium gesehen. Plötzlicher umschriebener Haarverlust mit Nachweis von Ausrufezeichenhaaren kennzeichnet den kreisrunden Haarausfall. Die Tinea capitis kann haardichtegeminderte erythematöse Maculae mit Schuppung nach Infektion mit Dermatophyten aufweisen. Eine Impulskontrollstörung liegt der Trichotillomanie zugrunde. Diese und weitere Krankheitsbilder mit Haarverlust erfordern eine rasche diagnostische Einordnung und eine unverzügliche Einleitung einer adäquaten Behandlung.
Titel
Haarausfall: Ursache, Abklärung und Therapie bedeutsamer Krankheitsbilder in der frauenärztlichen Sprechstunde
Verfasst von
Priv.-Doz. Dr. med. Matthias Möhrenschlager
Marie-Charlotte Brüggen
Peter Schmid-Grendelmeier
Publikationsdatum
02.02.2026
Verlag
Springer Vienna
Erschienen in
Journal für Gynäkologische Endokrinologie/Schweiz
Print ISSN: 1995-6924
Elektronische ISSN: 2520-8500
DOI
https://doi.org/10.1007/s41975-026-00430-4
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Bildnachweise
Haarfolikel/© Ausrufezeichenhaar der Kopfhaut bei Alopecia areata. (Mit freundlicher Genehmigung von Freyschmidt-Paul P, Happle R, Hoffmann R