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17.11.2017 | Originalien | Ausgabe 6/2017 Open Access

Pädiatrie & Pädologie 6/2017

Alle Jahre wieder – Alle Jahre anders

Ein Influenza-Update

Zeitschrift:
Pädiatrie & Pädologie > Ausgabe 6/2017
Autor:
Assoz. Prof. PD Dr. Volker Strenger
Wichtige Hinweise
Literatur beim Verfasser.

Zusammenfassung

Im Unterschied zu grippalen Infektionen, die durch zahlreiche Viren ausgelöst werden und oft mild verlaufen, kann das Influenzavirus auch schwere Infektionen (echte Grippe – Influenza) mit hohem Fieber, Husten, Hals‑, Muskel- und Gliederschmerzen und Komplikationen wie Pneumonie, Enzephalitis, Myokarditis und Mittelohrentzündung verursachen. In der Grippewelle, die in der Regel nach dem Jahreswechsel beginnt und für 2–3 Monate anhält, infizieren sich 5–20 % der Bevölkerung. Während die Erkrankungs- und Hospitalisierungsraten bei (Klein‑)Kindern besonders hoch sind, betrifft die influenzaassoziierte Sterblichkeit (etwa 1000 Todesfälle pro Jahr in Österreich) vor allem Personen im Alter > 65 Jahren. Eine jährliche Grippeschutzimpfung ist im österreichischen Impfplan ab dem vollendeten 6. Lebensmonat empfohlen. Dabei sollen Kinder unter 8 Jahren bei der Erstimpfung 2 Impfungen im Abstand von mindestens 4 Wochen erhalten. Die Impfstoffe werden jährlich den zirkulierenden Virusstämmen angepasst. Zur Auswahl stehen tri- und tetravalente Totimpfstoffe zur intramuskulären Verabreichung sowie – seit 2014 für Kinder und Jugendliche zugelassen – ein tetravalenter Lebendimpfstoff, der intranasal verabreicht wird. Vergleichsstudien der unterschiedlichen Impfstofftypen kommen zu widersprüchlichen Ergebnissen, sodass eine eindeutige Empfehlung, welcher Impfstoff Verwendung finden soll, derzeit nicht möglich ist.
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