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Adipositas im Alter

  • 01.03.2016
  • themenschwerpunkt
Erschienen in:

Zusammenfassung

Die Prävalenz von Adipositas zeigte in den letzten Jahren auch in der älteren Bevölkerung einen deutlichen Anstieg. Die Euronut-Seneca Studie mit Auswertung der Daten aus 12 europäischen Ländern beschrieb eine Adipositasprävalenz von 12–41 % bei älteren Frauen und von 8–24 % bei älteren Männern. Neben der positiven Korrelation der Adipositas zum kardiometabolischen Risiko findet sich vor allem bei älteren Patienten eine verstärkte Entwicklung degenerativer Gelenkserkrankungen und in der Folge eine Einschränkung der Mobilität. Demgegenüber steht die Beobachtung eines Adipositas Paradoxons mit einer günstigeren Prognose unterschiedlicher Erkrankungen bei Vorliegen von Übergewicht im Vergleich zu Normal- oder Untergewicht. Als prognostisch besonders ungünstig gilt die sarkopenische Adipositas.
Sowohl in der Prävention, wie auch in der Therapie der Adipositas muss das erhöhte Malnutritionsrisiko bei älteren Menschen Berücksichtigung finden. Die Kombination von individuell angepassten Ernährungsempfehlungen und Bewegungsprogrammen ist grundsätzlich von Vorteil für die Prognose von Komorbiditäten und den Erhalt der Lebensqualität.
Titel
Adipositas im Alter
Verfasst von
Univ. Prof. Dr. Monika Lechleitner
Publikationsdatum
01.03.2016
Verlag
Springer Vienna
Erschienen in
Wiener Medizinische Wochenschrift / Ausgabe 3-4/2016
Print ISSN: 0043-5341
Elektronische ISSN: 1563-258X
DOI
https://doi.org/10.1007/s10354-016-0435-4
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