„Wir ersparen dem heimischen Gesundheitssystem 2023 viel Geld“
- 25.01.2023
- Abrechnung
- Zeitungsartikel
Ursula Weismann wirft für uns einen Blick in die Zukunft der E-Card-Technologie. Wie wird sich der Alltag von Ärztinnen und Ärzten, aber auch von Patientinnen und Patienten demnächst ändern? Die Fragen stellte Josef Broukal.
Wenn wir neue Produkte testen, dann in besonders ausgewählten Regionen. Das sind Gebiete, in denen wir sicher sein können, dass die Menschen in der Region alles erledigen, wofür wir Produkte bereitstellen: den Besuch beim Hausarzt; bei den Fachärzten; in der Apotheke; im Krankenhaus. Solche Gebiete gibt es zum Beispiel in Kärnten – aber sicher nicht im Bereich Wien-Niederösterreich-Burgenland, wo die Menschen 100 km von Wien entfernt zum Arzt gehen, dann aber ein Rezept in einer Apotheke in Wien einlösen; oder in einem Schwerpunkt-Krankenhaus viele Dutzend Kilometer vom Wohnort entfernt behandelt werden.
Besonders intensiv ist unsere Zusammenarbeit mit den Herstellern von Ärztesoftware-Paketen. Unsere Produkte kommen ja sozusagen erst über ihre Anwendungen zum Leben. Unsere Produkte wie das E-Card-System, die E-Medikation oder das elektronische Rezept kosten pro Versicherten und Jahr etwa drei Euro. Aber mit diesen drei Euro ersparen wir dem Gesundheitssystem sehr viel mehr Geld. Denken Sie nur daran, dass in jeder Firma früher jemand Krankenscheine ausstellen musste! Dass Versicherte für teure Medikamente und Heilbehelfe die Unterschrift eines Chefarztes der Krankenkasse einholen mussten. Dass Ärztinnen und Ärzte Rezepte ausdrucken mussten. Dass in Apotheken für jede Krankenkasse eigene Abrechnungen der Rezepte erstellt werden mussten. Was damals an Papier bewegt und an Arbeitszeit investiert werden musste, ist heute fast nicht mehr vorstellbar! All das ist – auch dank unserer Produkte – Geschichte. Manchmal haben selbst kleine Veränderungen große Wirkung. Wir statten gerade Ordinationen und andere Gesundheitsdiensteanbieter mit dem neuen E-Card-Lesegerät GINO aus.
E-Card von daheim stecken
Das verlangt nicht mehr, dass die E-Card gesteckt wird. Sie aufs Lesegerät legen, genügt – so wie wir das an der Supermarktkasse inzwischen gewohnt sind. Doppelter Effekt: Es geht erstens schneller und zweitens werden Lesegerät und E-Card weniger abgenutzt. In vielen Apotheken funktioniert das berührungslose Einlesen der E-Card bereits.
Aber wir arbeiten an mehr. Es wird noch in diesem Jahr möglich sein, dass Patientinnen und Patienten sozusagen von zu Hause aus die E-Card stecken können. Einfach, indem sie übers Handy eine Verbindung in die Ordination ihres Arztes herstellen und dann die NFC-fähige E-Card kurz aufs Handy legen.
Mag. Ursula Weismann, Sozialversicherungs-Chipkarten Betriebs- und Errichtungsgesellschaft mbH (SVC), Wien
SVC Weinwurm