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Abdominelles Kompartmentsyndrom, abdominelle Unterdrucktherapie

  • 01.12.2015
  • DFP-Fortbildung
Erschienen in:

Zusammenfassung

Die abdominelle Unterdrucktherapie ist ein Therapieverfahren zur chirurgischen Behandlung von Patienten mit offenem Abdomen, dem sogenannten Laparostoma. Die beiden Hauptindikationen sind das abdominelle Kompartmentsyndrom und die abdominelle Sepsis. Die Wirkungsweise der abdominellen Unterdrucktherapie beruht auf den beiden Prinzipien von Okklusion und Unterdruck, welche einen effizienten Drainageeffekt und einen provisorischen dynamischen Bauchdeckenverschluss ermöglichen. Das Abdomen wird dabei mit einer speziellen, die Viszeralorgane schützenden und die Peritonealhöhle drainierenden Folie ausgekleidet und mit einem okklusiven Schaumstoffverband luft- und flüssigkeitsdicht verschlossen. So kann über eine Unterdruckpumpe ein kontinuierlicher oder intermittierender Sog erzeugt werden. Kontraindiziert ist die abdominelle Unterdrucktherapie bei signifikanten Gerinnungsstörungen, abdominellen Blutungen und nicht versorgten Hohlorganfisteln.
Titel
Abdominelles Kompartmentsyndrom, abdominelle Unterdrucktherapie
Verfasst von
Priv.-Doz. Dr. med. univ. Alexander Perathoner
D. Öfner-Velano
Publikationsdatum
01.12.2015
Verlag
Springer Vienna
Erschienen in
European Surgery / Ausgabe 6/2015
Print ISSN: 1682-8631
Elektronische ISSN: 1682-4016
DOI
https://doi.org/10.1007/s10353-015-0368-y
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