Folgeereignisse trotz Primär- und Sekundärprophylaxe des
kardiovaskulären Risikos: Ursachen derzeit noch unklar.
Während die Primär- und Sekundärprophylaxe des kardiovaskulären
Risikos nach wie vor die Thrombozytenaggregationshemmung mittels
Acetylsalicylsäure ist, wird das Ansprechen auf diese Therapie meist
nicht kontrolliert.
Mithilfe einfacher Parameter kann die Thrombosegefahr bestimmt
werden.
Eine Thrombose kommt nicht immer allein – das Risiko, nach einer
tiefen Beinvenenthrombose oder Lungenembolie ein mitunter tödliches
Rezidiv zu erleiden, ist beträchtlich.
In der jüngsten Ausgabe des Journals Circulation der AHA wurde das Vienna Prediction Model mit dem „Editors Pick“ als bedeutendste Arbeit ausgezeichnet.
Veränderungen des Blutflusses, Gefäßwandverletzungen und eine gesteigerte Gerinnbarkeit des Blutes durch angeborene oder erworbene Thrombophilie oder durch die perioperative Gerinnungsaktivierung tragen gemäß dem Konzept von Virchow ursächlich zur Entstehung von perioperativen Venenthrombosen bei.
Perioperative venöse Thromboembolien (VTE) können auch Kinder betreffen. Bisher wurden nur wenige Leitlinien zur Risikoeinschätzung und Prophylaxe entwickelt und publiziert.
Erfolgstory und Weiterentwicklung
Es soll nachfolgend auf die Wirksamkeit von NMH in der venösen
Thromboembolie-(VTE)-Prophylaxe bei einigen Indikationen mit hohem
VTE-Risiko einge- gangen werden.
Seit kurzem ist Rivaroxaban in Österreich zur
Thromboembolieprophylaxe zugelassen.
Tablette statt Spritze heißt es seit September 2008 für viele
Patienten, die sich einem elektiven Ersatz des Hüft- oder Kniegelenks
unterziehen müssen.
Der orale Faktor-IIa-Inhibitor Dabigatran erleichtert die Prophylaxe
von Thrombosen.
Bis zur Einführung einer wirksamen Prophylaxe waren
Thromboembolien eine häufige und gefürchtete Komplikation nach
endoprothetischen Operationen großer Gelenke.
Elastische Binden sind die schlechteste Alternative.
Patienten mit einem verstauchten Knöchel erholen sich mit Gips
schneller. Sallie Lamb von der University of Warwick hat nachgewiesen,
dass das Anlegen eines Gipses bis unter das Knie über zehn Tage
wirksamer ist als die Standardbehandlung mit einer elastischen Binde.
Venöse Thromboembolien treten bei einem bedeutenden Anteil von Patienten in typischen Risikosituationen (z.B. Operation oder Trauma) auf. Durch gerinnungshemmende Medikamente, insbesondere die niedermolekularen Heparine, ist es möglich, die Anzahl an venösen Thrombosen, Pulmonalembolien und Tod durch Pulmonalembolie in diesen speziellen Risikosituationen zu senken.