Der Wissenschaftsfonds hegt nach der Österreich-Rede des
Vizekanzlers die Hoffnung auf verstärkte Förderung der Forschung.
Mit der Ankündigung, die Forschungsquote auf sechs Prozent
verdoppeln zu wollen, sendet Vizekanzler Michael Spindelegger in
seiner "Österreich-Rede" ein wichtiges und begrüßenswertes Signal
an den FWF sowie die österreichische Scientific Community, so der FWF
in einer Aussendung.
EU-Bildungskommissarin Androulla Vassiliou unterstützt Österreich
im Bestreben, eine Verlängerung der Medizin-Quotenregelung zu
erreichen.
Das derzeitige Moratorium läuft im November 2012 aus.
"Die Medizin ist weiblich geworden", stellt Ärztekammerpräsident Walter Dorner anlässlich des Internationalen Frauentags fest. So seien von den insgesamt
Die EU-Kommission muss im Lauf des Jahres über eine Verlängerung der Medizin-Quotenregelung für Österreich entscheiden. Der Sprecher von Bildungskommissarin Androulla Vassiliou, Dennis Abbott, erklärte auf Anfrage, er könne keinen genauen Zeitpunkt dafür nennen, doch stehe die Brüsseler Behörde mit den österreichischen Stellen in regelmäßigen Kontakt über die im November 2012 auslaufende Regelung.
Immer wieder ist aufgrund der Krankenstandsqoute von einer Belastung für die Betriebe, von Missbrauch und von dringend erforderlichen Gegenmaßnahmen die Rede.
Zurzeit diskutiert halb Europa über Sinn und Unsinn von Frauenquoten in Führungspositionen. Was halten österreichische Medizinerinnen von Quotenregelungen?
Obwohl gerade in der Medizin genug und kontinuierlich mehr qualifizierte Frauen zur Verfügung stehen, schaffen es nur wenige an die Spitze: 10 Prozent der PrimarärztInnen sind Frauen, im Präsidium der österreichischen Ärztekammer ist ebenso wie in der Leitung der Referate überhaupt keine Frau vertreten.
Obwohl 50 Prozent der Hochschulabsolventen Frauen sind, wird nur ein geringer Anteil leitender Positionen, insbesondere im Bereich der Medizin und hier eklatant in den chirurgischen Fächern, von Frauen besetzt.
Ich halte Quotenregelungen in der Medizin wie in der Wirtschaft oder Politik zwar für eine unelegante, aber eine gute Sache. Derzeit sind in Österreich rund 10 Prozent aller Primariate und Klinikleitungen mit Frauen besetzt.
Die Auswahlverfahren der medizinischen Unis sind streng. Ob sie immer die geeignetsten Kandidaten hervorbringen, ist umstritten. Wie viel Potenzial geht der Medizin dadurch jährlich verloren?
Grundsätzlich wollen wir jene für das Medizinstudium gewinnen, die dieses möglichst gut und schnell abschließen. Das ist auch in Ordnung so. Ich plädiere darüber hinaus aber für alternative Zugangsmöglichkeiten.
Lange herbeigewünscht, wurden 2005 Auswahlverfahren für das Medizinstudium gesetzlich ermöglicht. Die Med Uni Graz hat im Gegensatz zu Wien und Innsbruck keinen ausländischen Auswahltest „zugekauft“, sondern ein eigenständiges Auswahlverfahren entwickelt, das den Schwerpunkt auf naturwissenschaftliches Grundlagenwissen legt.
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