In letzter Sekunde werden sich Ärztekammer und SVA wahrscheinlich einigen. Offen bleibt die Frage: worauf? Für den Österreichischen Hausärztepräsidenten Euler ist die Situation alles andere als erfreulich:
Die Rückkehr zum einfachen Kranksein – das wünschen sich Patienten und ihre Ärzte. Doch noch nie zuvor in der Geschichte der Menschheit waren Krankheiten derart komplex.
Fast genau zwei Jahre ist es nun her, seit nach langen Diskussionen Regelungen für die 24-Stunden-Betreuung geschaffen wurden. Seither wurden 22.000 Gewerbescheine für Personenbetreuer ausgestellt, allein 2009 waren es
Für den Gewerbeschein als Personenbetreuer gibt es keinerlei Voraussetzungen. Wir arbeiten an der Umsetzung eines Ausbildungspasses auf freiwilliger Basis, in dem vorangegangene Ausbildungen und berufliche Erfahrungen dokumentiert werden, was sowohl für die Patienten als auch die Personenbetreuer mehr Sicherheit bringt.
Die Neuregelung nach der Pflegeamnestie ist für den Bereich der selbstständigen Personenbetreuer aufgegangen. Bei Trägern angestellte Betreuer gibt es eigentlich nicht – es konnte ja nicht einmal ein Kollektivvertrag verhandelt werden.
Die Ärzteschaft ist froh, dass die öffentliche Diskussion nach dem Ende der Pflegeamnestie beendet ist – hier gab es zunächst einige politische Schnellschüsse, die wieder repariert werden mussten.
Schmerzende, verkrümmte Gelenke durch entzündliche Erkrankungen sind dank effektiver Therapiemöglichkeiten heute vermeidbar. Voraussetzung ist aber, dass der Hausarzt die Anzeichen frühzeitig erkennt und an den Spezialisten überweist.
Mehr Personal für Clearing könnte zu einer Wende beitragen.
Hausärzte werden von pflegenden Angehörigen oft zum Thema
Sachwalterschaft gefragt.
Im Management von Osteoporose kommt Allgemeinmedizinerinnen und -medizinern eine Schlüsselrolle zu. Es ist deshalb wichtig, die Einstellungen und Meinungen von praktischen Ärztinnen und Ärzten zu kennen.
Die Anforderungen an den Spezialisten sind vielfältig und äußerst
anspruchsvoll.
Rheumatische Erkrankungen haben durch ihre Vielzahl an
Erscheinungsformen und Jahre ausgeprägter Schmerzen sowie Angst vor
Invalidität und Siechtum immer das Interesse der Menschen bewegt und
die Ärzte ermutigt, dagegen anzukämpfen.
Immer mehr Menschen von Glücksspielsucht betroffen.
Es gibt wenig öffentliches Bewusstsein über die Folgen von
Glücksspiel. Der Zugang ist sehr einfach, in Prävention und Beratung
wird zu wenig investiert.
Solche Konzepte sind in Europa sehr davon abhängig, wie die Versorgung im niedergelassenen Bereich durch die Allgemeinmedizin ist. Hier gibt es bei uns in Österreich – derzeit – noch keinen Diskussionsbedarf.