Gastrinome sind funktionell aktive neuroendokrine Tumoren des Gastro-Entero-Pankreatischen Systems. Die Operation ist die Primärtherapie der Wahl, welche jedoch häufig nicht kurativ
Die korrekte Lokalisation pankreatischer Gastrinome mittels Endosonographie ist in den meisten Fällen zuverlässig möglich, während die Erfolgsrate bei Gastrinomen in der Duodenalwand enttäuschend ist, selbst wenn die Untersuchung unter idealen Bedingungen durch einen erfahrenen Untersucher durchgeführt
Die Somatostatin Rezeptor Szintigraphie (SRS) kann zur Detektion von pathologischen Vorgängen mit einer erhöhten Rezeptorexpression verwendet werden.
Die aktuelle chirurgische Therapie des sporadischen Gastrinoms wird durch moderne präoperative Lokalisationsdiagnostika verbessert. Hochauflösender endsokopischer Ultraschall, szintigraphische und interventionelle radiologische Stufenkatheteruntersuchungen ermöglichen ein gezieltes chirurgisches Vorgehen.
Das Gastrinom ist der häufigste funktionell aktive pankrearticoduodenale Tumor bei Patienten mit einer Multiplen endokrinen Neoplasie Typ 1 und eine der Haupttodesursachen dieses Syndroms.
Das Zollinger-Ellison-Syndrom (ZES) ist pathophysiologisch durch eine Hypergastrinämie charakterisiert, die von einem Gastrin-sezernierenden neuroendokrinen Tumor mit Primärlokalisation im Duodenum oder Pankreas stammt resultiert.
Gastrinome sind Gastrin produzierende Tumore die durch einen erhöhten Nüchterngastrinspiegel, durch einen positiven Sekretintest und durch Symptome wie rezidivierende, peptische Ulzera oder Durchfälle (Zollinger-Ellison Syndrom) charakterisiert sind.
Die Anwendung von Schnittbildverfahren bei laborchemisch nachgewiesen Gastrinom hat drei Aufgaben: Tumorlokalisation, vor Erst- und Rezidiveingriff (sporadisches Gastrinom MEN 1) Staging bei metastasiertem Tumor zum Nachweis von Lymphknoten- und Fernmetastasen, wünschenswert auch Angaben zu einer möglichen Leberresektion Postoperatives Monitoring einer Bio- oder Chemotherapie im Rahmen von Nachuntersuchungen Die Lokalisation des Primärtumors korreliert eng mit seiner Größe.