E-health: Einsparungspotenzial in Milliardenhöhe
Vorbei die Zeiten, als man die elektronische Erfassung
gesundheitsrelevanter Daten – neudeutsch „e-health“ – als rein
technologischen Orchideenbereich angesehen hat:
Die Elektronische Gesundheitsakte wird ein Werkzeug sein, das mehr Sicherheit bei Diagnose und Therapie bringt. Weiters wird sie die Effizienz von Behandlungsabläufen verbessern.
Eine Frage, die sich bei den privaten Anbietern stellt, ist, wie sicher die Datenverbindungen tatsächlich sind. Und: Was geschieht mit den Daten, falls ein Anbieter oder involvierter Subdienstleister Pleite geht?
Dr. Thomas Schabetsberger, MSc., Leiter der Forschungsgruppe für eHealth und Telemedizin an der privaten Universität für Gesundheitswissenschaften, Medizinische Informatik und Technik Innsbruck (UMIT) zum Angebot von privaten Gesundheitskarten:
Zwei Anbieter für persönliche „Befundkarten“ abseits von ELGA
sind bereits am Markt.
Die Idee der Elektronischen Gesundheitsakte (ELGA) inspiriert auch
die Privatwirtschaft.
Dr. Hans Joachim Fuchs, Arzt für Allgemeinmedizin in Wien zum
Thema privater Befundkarten:
Viele Patienten kennen ihre Krankengeschichte gar nicht und haben
keinen Zugriff auf die eigenen Daten.
Auch öffentliche Spitäler versuchen verstärkt,
„Klassepatienten“ anzusprechen.
In den privaten Krankenanstalten Österreichs werden aktuell
jährlich etwa
Die Zahl der im Spital behandelten Patienten beeinflusst auf lange Sicht die erreichbare Behandlungsqualität. Das zeigen internationale Studien. Große öffentliche Häuser erreichen ausreichende Fallzahlen.
Privatkliniken decken wesentliche Teile der Leistungen im Gesundheitswesen ab. Denn etwa in den Bereichen Kur und Rehabilitation gibt es im öffentlichen Sektor viele Lücken.
Privatkliniken können sicher dadurch punkten, dass Wartezeiten ganz anders aussehen. Wobei dies natürlich nur für planbare diagnostische oder operative Maßnahmen gilt.
Holland wird oft als Vorbild genannt, wenn Gesundheitsreformen geschmiedet werden. Doch so toll sei das System auch nicht, meint Dr. Mick van Trotsenburg.
Laut „Euro Health Consumer Index“ ist Österreich nicht mehr die
Nummer eins in Europa.
Mankos werden beim Thema E-Health und der Prävention geortet.