Trotz der vielen immer wieder diskutierten Probleme steht Österreichs Gesundheitswesen im internationalen Vergleich nicht schlecht da, sagt die Expertin Maria M.
Im Heimatland der EU-Administration wird Kranken vor Augen geführt, was ärztliche Leistung kostet. Das erspare dem System viel Geld, sagt Dr. Roland Brandner.
„Das Gesundheitssystem in Israel ist mit jenem in Österreich vergleichbar, auch wenn es kosteneffizienter und besser ist“, sagt der Internist Dr. Jonas Zahler.
Mit Hilfe ausländischer Ärzte versucht Ghana das Gesundheitswesen zu verbessern. Die Wienerin Elisabeth Frank zog es mehrmals ins St. John of God Hospital in Afrika.
Die aus Linz stammende Ärztin Dr. Barbara Nath-Wiser lebt seit 30 Jahren in Indien. In der Nähe der tibetischen Grenze gründete und betreibt sie ein Krankenhaus.
Die Menschen in Thailand haben ein hohes Bewusstsein für Solidarität und sind medizinisch top ausgebildet, sagt der in Bangkok studierende Arzt Dr. Rainer Brandl.
Das spanische Gesundheitssystem sei kostenineffizient, die Spitäler seien maßlos überfüllt und die Ärzte heillos überlastet, kritisiert Dr. Marco Franzreb Corbelletti.
Im hohen Norden punkten die Finnen mit Prävention und einem
staatlich finanzierten Gesundheitssystem, schildert ein gebürtiger
Niederösterreicher.
Finnland ist auf der Überholspur.
Das Land hat Höhen und Tiefen erlebt. Nach der Revolution in den 80er Jahren gab es soziale Reformen, die später wieder zurückgenommen wurden, berichtet ein Chirurg.
Dank des Ölreichtums hat das Land kein Finanzierungsproblem im
Gesundheitswesen. Dennoch wird mit den Leistungen recht sparsam
umgegangen.
Im hohen Norden werden gesellschaftspolitische und soziale Themen
mit kühlem Kopf angegangen:
Sie studierten beide in Innsbruck. Zuletzt hat es sie jeweils nach Berlin verschlagen. Der eine arbeitet in einer privaten Klinikgruppe, der andere in einer öffentlichen Universitätsklinik.
Holland wird oft als Vorbild genannt, wenn Gesundheitsreformen geschmiedet werden. Doch so toll sei das System auch nicht, meint Dr. Mick van Trotsenburg.