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Allgemeinmedizin 1. Februar 2012

Größte Privatspende für die Medizin

Wie gestern bekannt wurde erhält die Paracelsus Medizinische Privatuniversität in Salzburg 70 Millionen Euro von Dietrich Mateschitz.  Dieser Betrag ist die größte, je in Österreich getätigte Spende. In Österreich ist Mateschitz somit ein Einzelfall. International gesehen sind Großspenden aber durchaus üblich, so der Fundraising Verband.


Kein Stiftungsboom


International werden Großspenden hauptsächlich über Stiftungen getätigt. Während in Deutschland und der Schweiz gemeinnützige Stiftungen boomen und über diese wichtige Forschungs-, Kultur- oder Sozialeinrichtungen finanziert würden, spielten diese in Österreich kaum eine Rolle: "Gemeinnütziges Stiften wird in Österreich nach wie vor steuerlich und rechtlich benachteiligt", erklärt Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands.


Einzelerscheinung in Österreich


Großspenden über Stiftungen, Unternehmen oder Privatpersonen kämen daher in Österreich nur selten vor. Zuletzt gab es 2010 eine Großspende in Millionenhöhe: Damals erhielt das "Institute of Science and Technology Austria" in Maria Gugging in Niederösterreich von der Invicta Stiftung des Pharmaunternehmers Peter Bertalanffy im Zuge einer Schenkung 10 Mio. Euro.

Ein weiterer herausragender Philanthrop ist auch Martin Essl, der mit dem Essl Social Prize jährlich einen Betrag von 1 Mio. Euro spendet. International spielen Großspender aber eine wesentlich größere Rolle.

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