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Allgemeinmedizin 30. November 2011

Urin als Quelle für Stammzellen

Einem österreichisch-chinesischen Forscherteam gelang die Entwicklung von induzierten pluripotenten Stammzellen (iPS) aus menschlichem Harn.

Embryonale Stammzellen dürfen nach dem jüngsten Verbot des Europäischen Gerichtshofes nicht mehr patentiert werden; eine Konsequenz daraus ist die Verminderung potentieller kommerzieller Nutzbarkeit. Vor kurzem gelang es einem österreichisch-chinesischen Forscherteam, in dem das Ludwig Boltzmann Institut für experimentelle und klinische Traumatologie im Forschungszentrum der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt, die BOKU Wien, die Firma Evercyte GmbH sowie ein Institut der Chinesischen Akademie der Wissenschaften in Guangzhou, China, zusammenarbeiten, eine ungewöhnliche QueSavelle für die Herstellung von induzierten pluripotenten Stammzellen, kurz iPS Zellen, zu erschließen und auch zum Patent anzumelden: humanen Harn.

Damit ist es erstmals möglich, ohne jeglichen körperlichen Eingriff von jedem Menschen, unabhängig vom Alter, Geschlecht oder Gesundheitszustand, iPS Zellen herzustellen.

Das kurzfristige Ziel der Herstellung von iPS Zellen ist die Verwendung in Modell- und In-vitro-Testsystemen für verschiedene Krankheitsbilder. Als langfristiges Ziel sehen die Wissenschaftler des Forschungsteams die autologe Transplantation für klinische Anwendungen, was soviel bedeutet, dass Spender und Empfänger von Transplantaten dieselbe Person sind. Der Vorteil dieser Methode wäre, dass es zu keinerlei Abstoßungsreaktionen mehr käme.

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