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Wissenschaft & Lehre 17. April 2008

Was am medizinischen Horizont erscheint

Das Europäische Netzwerk für Health Technology Assessment EUnetHTA wird von nun an regelmäßig einen Newsletter veröffentlichen. Im März ist die erste Ausgabe erschienen.

Dr. Claudia Wild, Institutsleiterin des Österreichischen Ludwig Botzmann Instituts für Health Technology Assessment ist Vorsitzende des Redaktionskomitees der europäischen Vereinigung, die seit 2006 HTA-Prozessse innerhalb ihrer 27 Mitgliedsländer vernetzt. HTA-Organisationen der einzelnen Länder beobachten kontinuierlich, welche Gesundheitstechnologien sich besonders rasch entwickeln und wie hochvolumig und teuer sie wahrscheinlich sein werden. Mit Hilfe der Datenbasis Euro­Scan wurde nun eine erste lange Liste von medizinischen Technologien erstellt, die in der Pipeline stehen, und nach ihrem Potenzial gereiht.
In dem EU-weit verbreiteten Newsletter On the Horizon sollen Interessierte nun über die wichtig­sten „Emerging Technologies“ informiert werden. Die Nummer eins auf dieser Liste ist das Argus II Retinal Stumulation System. Bei jeder der beschriebenen Entwicklungen gibt es eine Abschätzung ihrer erwartbaren Auswirkungen. An zweiter Stelle steht das „Genesearch BLN (Breast Lymph Nodes) Assay“, mit dem die Ausbreitung von Brustkrebs erfasst werden soll. Den dritten Platz nimmt ein Nikotin-Impfstoff für den Rauchstopp ein. Weiters wird das von Pfizer entwickelte Pregabalin für die Behandlung der Fibromyalgie erwähnt, ebenso wie die bildgebende Magnetresonanz-Angiografie zur Diagnostik der Koronaren Herzkrankheit. Auch biologisch abbaubare Stents stehen auf der Liste.

http://www.eunethta.net/

Inge Smolek, Ärzte Woche 16/2008

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