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Wie der Körper auf Schadstoffe reagiert, ist auch Gensache.
 
Allgemeinmedizin 21. August 2014

Gene bestimmen Ausmaß der Entzündung

Gewisse Genvarianten führen zu einer verstärkten Reaktion auf Schadstoffe.

Luftschadstoffe können oxidativen Stress im Körper auslösen, der zu einer Entzündungsreaktion führt, die den ganzen Körper betrifft. Wie stark diese ausfällt, scheint auch mit den Genen zusammenzuhängen. Analysiert wurden Entzündungsparameter in 1.765 Blutproben aus unterschiedlichen Patientenkollektiven. An Kontrollstationen wurden stündliche Luftmessungen durchgeführt und daraus die Schadstoffbelastung ermittelt. Es zeigte sich, dass Personen, die einen genetischen Polymorphismus für die Glutathion S-Transferase M1 (GSTM1) sowie Genalterationen für das C-reaktive Protein (CRP) oder Fibrinogen aufwiesen, deutlich erhöhte Konzentrationen entzündlicher Botenstoffe im Blut hatten – insbesondere wenn eine erhöhte Schadstoffbelastung der Luft vorlag. „Unsere Ergebnisse bestätigen die Annahme, dass Luftschadstoffe entzündliche Reaktionen auslösen – ganz besonders bei genetisch vorbelasteten Menschen“, sagt Dr. Regina Pickford, geb. Rückerl. „Solche entzündlichen Vorgänge gehen weit verbreiteten Erkrankungen wie Herzkreislauf- oder Stoffwechselkrankheiten voran.“

Rückerl R. et al.: Environment International 2014; 70: 32–49

Helmholtz Zentrum München, Ärzte Woche 29/34/2014

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