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Hohe CO2-Werte machen U-Bahnfahrer schläfrig.
 
Allgemeinmedizin 28. Mai 2013

Feinstaub in der U-Bahn

Die Feinstaubbelastung in der U-Bahn und auf ihren Bahnsteigen ist um ein Vielfaches höher als auf der Straße.

Dies erklärte Vasiliki Assimakopoulos von der Division of Environmental Physics and Meteorology der Universität Athen Griechenland bei einer Pressekonferenz auf der Generalversammlung der Europäischen Geowissenschaftlichen Union (EGU) in Wien. Dies gilt laut verschiedenen Studien weltweit und es spiele dabei kaum eine Rolle, ob die U-Bahn-Systeme alt oder neu seien. Verbessern könne man die Situation allerdings mit einer probaten Ventilation.

Staub vom Bremsen und aus den Tunneln

Assimakopoulos hatte mit ihren Kollegen im besonders heißen Sommer 2012 die Feinstaub-Situation in Athener U-Bahn-Garnituren und -Bahnsteigen untersucht. Die Athener U-Bahn ist relativ neu und erst seit 2000 in Betrieb. Die Forscher fanden heraus, dass die Feinstaubkonzentrationen im U-Bahn-System im Schnitt zwei- bis fünfmal höher waren als jene draußen auf der Straße. Der Feinstaub stammt dabei von den Bremsen der U-Bahnen, der Tunnelverkleidung, aber kommt auch aus dem Ventilationssystem, das „frische“ Luft von der Straße in die Schächte bläst.

Bessere Luft in klimatisierten Garnituren

Die Bahnsteige in der City waren stärker belastet als jene in der Vorstadt, sagt Assimakopoulos. Teilweise wären hier die Klimaanlagen nicht sehr brauchbar, denn ohne Filter wühlen sie den Feinstaub nur auf. In den Garnituren selbst war die Luft ein wenig reiner als auf dem Bahnsteig. Am schlimmsten sei die Situation in den tiefliegenden Stationen und in den mittleren U-Bahn-Wägen. In klimatisierten Garnituren sei die Feinstoffbelastung geringer als in solchen, die durch offene Fenster „gelüftet“ werden.

Auch die CO2-Werte in den Zügen übersteigen an besonders heißen Tagen die Grenzwerte für Innenräume. Dies würde sich prompt auswirken – man wird davon müde und schläfrig – und danach recht schnell wieder verschwinden. Die Feinstaubbelastung hat hingegen laut Studien Langzeitfolgen, sie kann zu chronischen Beschwerden wie Asthma und Herzkreislauferkrankungen führen, so Assimakopoulos.

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