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Allgemeinmedizin 9. Februar 2010

Dicke Luft um Grenzwerte

Eine Verschärfung der Feinstaub- und Stickstoffgrenzwerte wird gefordert.

Die gravierenden Gesundheitsfolgen der Luftschadstoffe werden laut ÄGU (Ärztinnen und Ärzte für eine gesunde Umwelt) ignoriert.

 

Feinstaub führt zu Beeinträchtigungen des Lungenwachstums, Herzinfarkt, Lungenkrebs und vorzeitigem Tod. Laut EU-Kommission (2004) verkürzt die Feinstaubbelastung in Österreich die Lebenserwartung um acht Monate. Auch Stickstoffdioxid schädigt die Atemwege und erhöht die Sterblichkeit. Vorstöße etwa der Wirtschaftskammer gegen die geplante Novelle zum Immissionsschutzgesetz-Luft gehen laut ÄGU in die falsche Richtung: Obwohl die Verschärfungen bezüglich der erlaubten Anzahl der Überschreitungen der Feinstaubgrenzwerte und der Messtoleranzen der NO2-Grenzwerte schon lange beschlossen wurden, seien sie plötzlich nicht erforderlich. ÄGU-Sprecher DI Dr. Hans-Peter Hutter, Institut für Umwelthygiene, MedUni Wien: „Das ist aus ärztlicher Sicht strikt abzulehnen.“ Bringt doch jede Verringerung der Belastung einen Benefit für die Bevölkerung: Eine Verringerung der NO2-Konzentration von 5 µg/m³ verhindert in Wien rund 350 vorzeitige Todesfälle pro Jahr. „Aus ärztlicher Sicht müssen energische Maßnahmen zur Reduktion beschlossen werden.“

Kommentar: Sind die Grenzwerte zu streng? Von Dr. Peter Wallner

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