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Foto:Jule-Bu/www.pixelio.de
 
Pulmologie 27. Jänner 2010

Partikel aus dem Malkasten

Eine breite Palette an chemischen Reaktionen sorgt dafür, dass sich in Innenräumen ultrafeine Aerosole bilden.

Eine breite Palette an chemischen Reaktionen sorgt dafür, dass sich in Innenräumen ultrafeine Aerosole bilden. Für die in den aktuellen Versuchen festgestellten Partikel scheinen chemische Reaktionen Auslöser zu sein. Die Forscher bauten ihre Messgeräte in drei Klassenzimmern einer Volksschule auf und beobachteten Veränderungen der Konzentration. Bei manchen Gelegenheiten war diese höher als in unmittelbarer Umgebung der in einer Großstadt gelegenen Schule. Das war der Fall besonders im Zeichenunterricht, wenn Klebstoff, Bastelmaterial, Buntstifte oder Malfarben verwendet wurden, sowie auch als Folge der Reinigung mit Putzmitteln.
Die genannten Alltagsgegenstände seien bisher nur als Quellen von reaktiven flüchtigen organischen Verbindungen bekannt, nicht jedoch von Partikeln. Die durch sie freigesetzten Verbindungen wie etwa Duftstoffe können in der Luft mit Ozon oder bestimmten anderen Gasen reagieren. Erst dadurch entstehen sehr kleine Partikel, wie die Autoren betonen.
Was die Feststellung der Forscher nun in medizinischer Hinsicht bedeutet, ist vorerst noch unklar. Möglich, dass die untersuchten Partikel zu klein gewesen waren, um unter den üblichen Grenzwerten miterfasst zu werden. Generell gilt, dass die Gesundheitsgefahr von Partikeln steigt, je kleiner sie sind.

Quelle: Morawska, L. et al.: Environmental Science and Technology 2009; 43(24): 9103–9; doi: 10.1021/es902471a

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