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Die Akupunktur ist tief verwurzelt in der Tradition der chinesischen Philosophie und Kultur.
 
Komplementärmedizin 12. September 2016

Akupunktur heute

Aus Tradition wird Schule Der antike Arzt Hippokrates sah es als wichtige Aufgabe des Arztes, die Selbstheilungskräfte der Kranken zu stärken. Dies war und ist auch der Grundsatz der traditionell chinesischen Medizin (TCM). Die TCM der Neuzeit muss mühsam den Anschluss zur modernen Medizin (MM) finden. Hierbei ist die Akupunktur das „Aushängeschild“ und somit die Speerspitze des integrativen Prozesses.

Die weltweite Dominanz der modernen Medizin (MM) heute ist eindeutig. Sie entwickelt sich aus der Praxis und wissenschaftlicher Grundlagenforschung und wird im rasanten Tempo erneuert. Die traditionelle chinesische Medizin (TCM) oder in Europa die sog. TEM (traditionelle europäische Medizin) haben ihre Quellen weitgehend in klinischer Anwendung und Erfahrung. Ihre Rolle in Bezug auf die MM ist komplementierend.

Akupunktur, historisch betrachtet

Die Akupunktur ist ein Teilbereich der TCM. Es kursieren Erzählungen, wonach die Akupunktur neben dem Kompass, dem Schießpulver, der Papierherstellung und dem Druck die fünfte wichtigste Erfindung aus dem alten China für die Menschheit sei (1). Akupunktur hat sich als eine Nadelreiztherapie nach dem TCM-Konzept bewährt. Sind noch mehr Schätze aus dieser undurchsichtigen, nicht endlos geklärten sog. „Blackbox“ zu finden? Dafür muss man deren Geschichte etwas ver- tiefen.

Die Akupunktur ist tief verwurzelt in der Tradition der chinesischen Philosophie und Kultur. Kritische Auseinandersetzungen werden heute noch teilweise als „Frevel“ angesehen. Im Gegensatz dazu hat sich die moderne Medizin seit der Renaissance aus naturwissenschaftlichem Hintergrund und reproduzierbarer Evidenz durch Beobachtung und Analytik entwickelt. Kritik ist Ansporn für neue Erkenntnisse und Forschung. Die gefundenen Gesetzmäßigkeiten werden ständig überprüft und erneuert. Personen wie z. B. Leonardo Da Vinci, Andreas Vesalius, William Harvey und Rudolf Virchow sind Urväter der MM. Die Aufwärtsentwicklung der Physik und Chemie sind noch heute die Basis der erheblichen Erkenntnisfortschritte.

Der Begriff „Blackbox“

Die Physiologie, Pathophysiologie und Therapie der TCM wird aus Wissen der Praxis gesammelt, ist also eine rein klinische Erfahrungsmedizin. Der Begriff einer „Blackbox“ leitet sich daher ab, dass wir eben nicht genau wissen was im Inneren passiert (in der Psychologie wäre das Pendant dazu der Behaviorismus). Für die TCM stellt sich der Organismus, der Körper, als eben diese Blackbox dar. Nach ihrem Erscheinungsbild wird die Störung im Körper „vermutet“. Nach setzen von Therapiereizen, wie zum Beispiel Nadelstiche bei der Akupunktur, reagiert der Körper mit Aktivierung der Selbstregulation bzw. Selbstheilung. Aus der Praxis kennen wir eine Fülle von gut wirksamen Indikationen. Prinzipiell gilt: Wenn es sich um Störungen handelt, bei denen sich der Körper aus eigener Kraft selbst helfen kann, ist Akupunktur eine erfolgsversprechende Therapieoption.

1979 bestimmte die WHO, anlässlich eines Symposiums in Peking, 43 Indikationen zur Akupunktur. 1999 wurden in Cervia (Italien) über 100 Indikationen genannt, in dem Werk „Modern Disease Menu of Acupuncture and Moxibustion Therapy“ 2007 beschrieb DU Yuanhao bereits 461 Indikationen (1). In diesem Artikel sollen einige Beispiele erwähnt werden (s.u.).

Eine Herausforderung der Akupunktur heute stellt das Inkludieren des TCM- Blackbox-Konzeptes in die MM dar. Chinesische Forscher sind enorm bemüht die Akupunktur-Grundlagenforschung zu forcieren (2). Die Adaptierung an der modernen Naturwissenschaft ist allerdings schwierig.

Der sog. Meridian als Grundbaustein des Akupunkturprinzips ist ein hypothetisches, vernetzendes Funktionssystems in der Blackbox. Die Lehren von Yin/Yang und der 5 Elemente sind naturphilosophisch. Sie sollen Phänomene der Natur/Umwelt und des Universums beschreiben und erklären. Sie gelten als Basis des psychosomatischen Regulationssystems.

Die TCM Diagnose

Die TCM - Diagnose lässt sich vereinfacht herleiten aus Meridian-, Organ- und Modalitätenzuordnung. Befunderhebungen sind nicht invasiv, nicht apparativ und erfolgen indirekt mit Hilfe philosophischer Modelle. Die speziellen Modalitäten der TCM bestehen aus äußeren Einflüssen (Wind, Kälte, Hitze, etc.) sowie auch aus inneren (Emotionen wie z.B Depression, oder Fehlfunktion der inneren Organe). Eine rezidivierende depressive Symptomatik wird in TCM z.B. als „Stagnation der Leber-Qi“ bezeichnet, in der MM mit dem ICD 10 Code als F33.1- katalogisiert. Das Modell der TCM bietet somit, im Gegensatz zur MM, Anregungen für eine mehrdimensionale Symptomenzuordnung und ein sehr individuelles Therapiekonzept. Der Schwerpunkt der MM-Diagnose liegt auf reproduzierbaren, objektivierten Befunden. Die MM ist oft invasiv, apparativ und direkt, sie sucht nach konkreten pathologischen Struk- turen.

Die Wirksamkeit der Akupunktur wird oft als Wunder bezeichnet. In den vergangenen Jahren hat die Akupunktur als eine komplementäre Therapie und durch ihren unkonventionellen Zugang an Anerkennung gewonnen. Vor allem in der Therapie der chronischen Schmerzen hat sie sich bewährt.

Neben aktuellen sehr positiven Studien darf man negative nicht ignorieren (3, 4, 5). Die Mitwirkung des Placeboeffektes scheint bei vielen Heilmethoden unverzichtbar zu sein. In zahlreichen Kliniken und ärztlichen Praxen sind Komplementärmedizin unverzichtbare, willkommene Heilmethoden. Bis heute haben sich im Westen mehr als 100 gute Indikationen für eine wirksame Akupunkturtherapie etabliert. Die vor mehr als 60 Jahren von Johannes Bischko angestrebte Vision, die Akupunktur in die Schulmedizin zu integrieren, ist Realität geworden (6). Zu den häufigsten Erkrankungen, welche als gute Indikation für Akupunktur gelten, zählen: Schmerzen des Bewegungsapparates wie z.B. Arthrose, Nervensystemerkrankungen, Migräne, Halbseitenlähmungen nach einem Schlaganfall etc. Aber auch Störungen mit vegetativen und/oder psychosomatischen Aspekten sprechen gut auf Akupunk- tur an.

Das Geheimnis der Akupunktur liegt an der Blackbox, welches mit dem Konzept der MM schrittweise gelüftet wird. Vier Kardinalfragen gilt es zu beantworten:

- Was sind Akupunkturpunkte?

- Welche Reizmethode ist die beste?

- Was zeichnen Meridiane aus, und brauchen wir diese tatsächlich?

- Welche „richtige“ Indikation hat die Akupunktur?

Was ist ein Akupunkturpunkt (AP)?

Internationale Forscher fanden dazu einige interessante Phänomene (2):

Histologisch gesehen weisen die AP keine spezifische Struktur auf. Die erhöhte Oberflächensensibilität scheint durch eine Anhäufung an Mechano-, Nozi- und Thermorezeptoren lokal erklärbar. Spezifische, bekannte Strukturen sind: Haarfollikel, Meissner-Tastkörperchen, Vater-Pacini-Körperchen, Merkel’sche Scheiben, Ruffini-Körperchen, C-Fasern und freie Nervenendigungen. Somit ist eine Entwicklung aus der Praxis, bei der speziell sensible Körperpunkte aufgesucht wurden, besser verständlich. Der Druck bzw. lokale Wärmeanwendung auf diese Locus-dolendi Punkte geben dem Körper Schmerzlinderung und Wohlbefinden. Solche Orte der Körperoberfläche sind quasi „sensibel, lebendig“, das heißt, im Falle einer Erkrankung treten sie vermehrt in Erscheinung und werden empfindlicher auf Wärme, Schmerz, Druck sowie auf chemische und physikalische Reize. Veränderungen an der Hautoberfläche sind nachweisbar, die AP-Zone wird im Krankheitsfall größer. Bei Stenokardie sowie bei Ulcus duodeni et ventriculi ist das Auftreten der sensiblen Hautstellen mit den therapeutischen, vorbestimmten AP ziemlich ident. Mit Abklingen der Erkrankung verschwindet diese Hypersensibilität der AP-Zone.

Vor 20 Jahren entdeckte der chinesische Arzt Chen Rixin (TCM-Klinik Jiangxi), dass die Moxibustion an bestimmten, sog. „wärmesensiblen“ AP-Zonen, bei mehr als 20 Indikationen wie z.B. Fibromyalgie, Gonarthrose, Diskopathie, chronische Lumbalgie, Dekubitus, Grippe, Fazialisparese, Migräne, Allergische Rhinosinusitis, Post-Zoster-Neuralgie, funktionelle Dyspepsie, Dysmenorrhö, Hemiparese etc., sehr effektiv ist. Heute behandelt die Akupunktur-Grundlagenforschung von Zhu (Bing/China (2)) morphologische und physiologische Substrate. Seine Ergebnisse sind interessant auch für alle akupunkturähnliche Verfahren wie Dry Needling, Neuraltherapie, TENS (Transkutane elektrische Nervenstimulation), TLA (Therapeutische Lokalanästhesie), Triggerpunkte, Tuina, Osteopathie, BGM (Bindegewebsmassage).

Verantwortlich für die gesteigerte Empfindlichkeit an den AP sind nicht nur die obengenannten Mechanorezeptoren, sondern auch eine sog „lokale neurogene Entzündung“. Diese ist die Grundlage der AP-Plastizität (Aktivitätsabhängige Stärkung der synaptischen Übertragung). Internationale Forscher zeigten, dass lokale Mastzellen im Falle einer Störung im Körper Stoffe wie Prostaglandine, NO, Zytokine, Bradykinin, ATP etc. (sensibilisierter AP) freisetzen, allesamt Entzündungsmediatoren wie eine sog. „entzündliche Suppe“ (Vasoaktive Substanzen und Neuropeptide). Dieser Vorgang wird, im auf die AP-Zone übertragenen Sinn, als primäre Sensibilisierung bezeichnet. Es wird eine lokale Autoregulationskaskade ausgelöst. Die lokal sensibilisierten Akupunkturpunkte aktivieren bei Reizung wiederum eine sekundäre Sensibilisierung am Dorsalhorn des Rückenmarkes. Die Wechselwirkung mit den peripheren Arealen zeigt sich in dreierlei Weise:

1. Sensibilisierung durch Senkung der Reizschwelle und Überreaktion der Nozizeptoren

2. Modulation durch die freigesetzten Substanzen wie Amine, 5-HAT, ATP, welche weiter die Reizschwelle der Nozizeptoren senken und

3. Modifikation an den Ionen-Kanälen (ASICs, VR1, TTr-Na) der Nervenendigungen, sodass die sonst nicht an Schmerzübertragung beteiligten Aβ- Faser danach am Regulationsgeschehen beteiligt sind.

Die Änderung der Plastizität der AP ist wesentlich für Verstehen der Akupunktur-Wirkung. Elektrophysiologisch zeigt, dass der „stumme“ AP im Falle der Akupunktur „aktiv“ wird. Weiteres erfolgt eine Aktivierung auf Spinalebene und auf Thalamus-Ebene.

Auch die topische Anwendung von Senföl und / oder Capsaicin auf der Haut verursacht eine Aktivierung, hierbei von zuvor stummen C- Nozizeptoren. Es kommt zur potenzierten Steigerung der Reizantwort kurz-, aber, bei rezidivierender Reizsetzung, auch langfristig.

Die Wirkung des Akupunkturpunktes ist durch dessen Sensibilisierbarkeit erklärbar, welche die Selbstheilung generiert (AP in Wechselwirkung mit dem Ziel- organ). Wichtig dabei ist der Mechanismus des „referred pains“ (übertragener Schmerz: Schmerz wird nicht direkt dort empfunden wo er entsteht).

Einen übertragenen Schmerz an der Körperoberfläche empfindet der Patient evtl. als Kribbeln, Jucken oder Ziehen. Der Reffered pain löst wiederum einen breiten, endokrin-immunologisch autoregulierenden Mechanismus aus. Der durch Reizung in diesem Gebiet sensibilisierte AP führt zum sog. „ Sympathetic-sensory coupling“, das bedeutet eine Aktivitäts-Steigerung im segmentalen Sympathikus, sodass die Selbstheilung des erkrankten Viszeralorgans beschleunigt wird.

Der sensibilisierte Akupunkturpunkt ist variabel und dynamisch, je nach Zustand des Organs. Es ist ein Ort, wo Autoregulation stattfindet und eine Kaskade an endokriner-immunologischer Regulation generiert wird. Hier kann ein kleiner Reiz viel bewirken.

Solche sensibilisierten Punkte in der Praxis zu kennen ist wichtig um die klinische Wirksamkeit der Akupunktur zu verbessern. Das Meridianphänomen wird wie so manche Theorien der TCM als nützliches Modell angesehen. Es gibt viele, aber meist wenig bewiesene Arbeitshypothesen.

Die Größe eines AP ist sehr variabel, weshalb man topographisch benachbarte Punkte nicht als „Placebopunkte“ annehmen kann.

Die neurosegmentale reflektorische Zuordnung der Akupunkturpunkte ist entscheidend für ihre Indikation. Manche Indikationen erklären sich aus der somatotopologischen Anordnung der Leitungsbahnen im Rückenmark sowie des ZNS, z.B. ist der Punkt „Dickdarm 4“ an der Hand auch wirksam bei vielen Beschwerden des Kopfes.

Welche Reizmethode ist die beste?

Eine Kardinalfrage in der Praxis ist: Wie objektiviert und dosiert man die Nadelreize? Wir wissen heute, dass im Prinzip durch den Nadelreiz in erster Linie die Mechanorezeptoren der Haut gereizt werden. Diese Impulse werden fast zur Gänze von den Aß-Fasern weitergeleitet, daneben werden auch freie Nervenendigungen durch die Nadelreize aktiviert. Welcher Reizparameter, Nadelstich, Moxa, Strom etc. ist nun ideal zur individuellen Therapie welcher Erkrankung? Bislang sind diesbezüglich zuwenige Daten gesichert.

Viel von der MM wird die Akupunktur als Scheinbehandlung angesehen. Naturgemäß reagiert die TCM hier mit dem Argument, jeder Stich, an jedem Ort ist eine Akupunktur. Eine endgültige wissenschaftliche Antwort liegt noch in Blackbox.

Was ist ein Meridian?

Nach der Theorie der TCM werden die verschiedenen Abschnitte des Organismus durch ein Netzwerk von Kanälen, Kapillaren, Leitlinien usw. miteinander verbunden. Die Aufgabe der sogenannten Meridiane ist die Kommunikation und Versorgung des Organismus und Verbindung der Körperoberfläche mit den Organen. Meridiane werden daher als Informations- und Versorgungsweg betrachtet, ähnlich dem uns bekannten Gefäß-Nervensystem, der Muskeln, der Faszien und des Bindegewebes.

Die Meridianlehre der TCM kennt keine Trennung zwischen Blutgefäßen und Nervensystem. Vieles in der TCM-Meridianlehre ist in der Fachwelt umstritten. So manche Theorie spiegelt nicht die Erfahrung wider. Sie ist Produkt der freien Fantasien und geglaubten Assoziationen.

Der bekannte chinesische Forscher Zhu stellte die vage Hypothese auf, dass ein Meridian ein für uns heute noch unbekanntes Kanalsystem mit riesiger Energie und Masse sein könnte, ähnlich der vielen (angenommenen) Teilchen der modernen Physik(6).

Fest steht, dass Meridianverläufe für die Therapie (Akupunktur, Tuina, medizinisches Qigong) unentbehrlich sind. An der Körperoberfläche werden lange Ketten von miteinander verbundenen Zügen von Muskel-Sehnen nach Th. W. Myers als myofaszialer Meridian bezeichnet (7). Der Meridian ist bis heute noch in der Blackbox.

Akupunktur-Indikationen

Dr. Du Yuanhao aus Tianjing/China bekam während seines Studienaufenthaltes in Deutschland diese Frage oft gestellt. Mit seinem Team hat er umfassende Studien über Akupunktur-Indikationen publiziert. Daraus resultierte sein Standardwerk, indem viel für die Praxis nützliches und evidenzbasiertes zu lesen ist. „Modern Diasease Menu of Acupuncture and Moxibustion Therapy“(1). Alle 461 Indikationen basieren auf dem ICD 10 (Version 2.0 Stand November 2000).

Er teilt je nach der Wirksamkeit die Indikationen in drei Kategorien.

Kategorie I bedeutet, dass die Akupunktur alleine viel bewirken kann.

Kategorie II dass Akupunktur mit anderen Heilmittel kombiniert angewendet muss. Erreichbar ist eine Symptomlinderung.

In Kategorie III sind Indikationen dargestellt, bei denen die Nützlichkeit der Akupunktur unsicher scheint.

Indikationen, Kategorie I

1. M79.4-. Hypertrophie des Corpus adiposum (infrapatellare)

2. M79.1-. Myalgie u. R25.2 Krämpfe und Spasmen der Muskulatur

3. M48.8-. Sonstige näher bezeichnete Spondylopathien

4. M77.0-. Epicondylitis ulnaris humeri,

5. M77.1-. Epicondylitis radialis humeri

6. M62.5-. Muskelschwund und -atrophie, anderenorts nicht klassifiziert ,

7. M54.5-. Kreuzschmerz Lendenschmerz Lumbago o. n. A. Überlastung in der Kreuzbeingegend

8. M89.01-. Schulter-Arm- Syndrom im Frühstadium

9. M54.2 Zervikalneuralgie Exkl.: Zervikalneuralgie durch zervikalen Bandscheibenschaden (M50.-). U. a.

Indikationen, Kategorie II

1. M47.2-. Sonstige Spondylose mit Radikulopathie

2. G55.2-. Kompression von Nervenwurzeln und Nervenplexus bei Spondylose

3. M17.9-. Gonarthrose

4. M79.0-. Rheumatismus, nicht näher bezeichnet Fibromyalgie

5. M51.2-. Sonstige näher bezeichnete Bandscheibenverlagerung Lumbago durch Bandscheibenverlagerung

6. M47.-. Arthrose oder Osteoarthrose der Wirbelsäule

Degeneration der Gelenkflächen

7. M46.8-. Sonstige näher bezeichnete entzündliche Spondylopathien. u.a.

Die Stärke der Akupunktur liegt in ihrer deutlichen Wirksamkeit. Diese Wirksamkeit ist es auch, welche die MM antreibt, die wissenschaftliche Grundlage dafür zu suchen, was eine Zusammenarbeit fördert und hilft, das Spannungsfeld zwischen den traditionellen und modernen Heilmethoden abzubauen.

Zusammenfassung

In der Praxis ist die Akupunktur bei bestimmten, evidenzbasierten Indikationen sehr wirksam. Das Phänomen des Placebos bei Scheinakupunktur liegt im Spannungsfeld zur MM. Für die Sensibilisierung eines Akupunkturpunktes gibt es interessante Daten. Das TCM-Konzept wird sobald nicht aus der kontroversiell geführten Diskussion mit der MM verschwinden. Gerade dieses Konzept ist die Quelle für Inspiration und Innovation in Therapie und Forschung.

Schlüsselwörter

Akupunkturpunkt, Mastzellen, Plastizität , 461 Indikationen

Quellen

1. Clinical Evidence of Acupuncture and Moxibustion Therapy, DU Yuanhao, Renmin weisheng Chubanshe, China, 2011; http://www.evidencebasedacupuncture.org/who-official-position/

2. The plasticity of acupoint, ZHU Bing, http://www.360doc.com/content/15/1121/ 14/15816929_514780740.shtml

3. https://jama.jamanetwork.com/solr/searchresults.aspx?q=acupuncture&fd_JournalID=67&f_JournalDisplayName=JAMA&SearchSourceType=3

4. http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/ 41411

5. http://apps.who.int/medicinedocs/pdf/s4926e/s4926e.pdf

6. Akupunktur - System: die Wiederbelebung der „Oberflächen Medizin“ (Chinesisch), ZHU Bing, Verlag für Volksgesundheit, China 2015

7. Anatomy Trains, Th W Myers, Urban & Fischer, 3.Aufl. 2015

Prof. Dr. Alexander Meng


Alexander Meng

, komplementärmedizin 3/2016

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