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Ursula Frohner Präsidentin des Österreichischen Gesundheits- und Krankenpflegeverbandes
 
Standpunkte 11. Dezember 2012

Autonomie und Kompetenz

Pflegefachpersonen haben immer komplexere Aufgaben im therapeutischen Team sowie in der basisnahen Gesundheitsversorgung zu übernehmen und pflegende Angehörige zu unterstützen. Daher ist ihre Rolle im Gesundheitssystem dringend zu stärken. Für 2013 bedeutet das konkret die Verordnung von pflegeinduzierten Medizinprodukten und Arzneimitteln durch den gehobenen Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege. Dass dies derzeit nur durch den Arzt erfolgen darf, ist eine längst überholte bürokratische Hürde. Pflegefachwissen ist aber auch für Beratungsgespräche und in der Anleitung von pflegenden Angehörigen vermehrt zu nutzen. So kommt es häufig zu Engpässen bei der Umsetzung von Therapiekonzepten für Kinder und Jugendliche, da es Pflegefachpersonen gesetzlich nicht erlaubt ist, die Schulung von Eltern für bestimmte Handlungen, wie etwa die Verabreichung von Sondennahrung, zu übernehmen. Auch hier sehen wir dringenden Reformbedarf. Das künftige Gesundheitssystem wird von den Pflegefachpersonen vermehrt Handlungsautonomie und Handlungskompetenz einfordern. Daher ist mein dritter Wunsch an 2013 die bundesweite Umsetzung der Ausbildungsreform für Pflegefachberufe, um das Pflegewissen zu sichern.

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