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Andreas Eckschlager Leiter „Integrierte Versorgung Schlaganfall Oberösterreich“ (IVSOÖ)
 
Standpunkte 5. November 2012

Keine Zeit für fehlerhafte Abläufe

Nach einem Schlaganfall zählt jede Minute. Das therapeutische Zeitfenster ist sehr kurz. Nur wenn alle Prozesse reibungslos ineinander greifen, hat der Patient die Chance auf einen guten Outcome und somit auch die Chance, in sein bisheriges Leben zurückzukehren – das heißt zusammenarbeiten, lernen, verbessern.

In Oberösterreich wurde vor sechs Jahren das Projekt „Integrierte Versorgung Schlaganfall“ (IVSOÖ) gestartet und 2011 in den Regelbetrieb übernommen. Die vielen großen und kleinen Maßnahmen, die gesetzt wurden, um die Versorgungsqualität und Prozesse zu optimieren, spiegeln sich in sehr guten Ergebnissen bei international vergleichbaren Indikatoren und greifbaren Beispielen der Prozessverbesserung wider.

Auch der Österreichische Rechnungshof betont, dass IVS „in Oberösterreich deutlich zu einer Verbesserung in der Schlaganfall-Versorgung“ beigetragen hat. Dies ist in erster Linie eine große Auszeichnung für alle oberösterreichischen Gesundheitsdienstleister im Schlaganfall-Versorgungsprozess, welche die Bemühungen der Auftraggeber und des IVS-Teams unterstützten, um ein sehr gutes System weiter zu verbessern.

Seit Beginn des Projekts nehmen wir jede Form der Anregung und Kritik sehr ernst. Daher wird momentan auch jeder einzelne Vorschlag des Rechnungshofs – wie zum Beispiel die Genderthematik – im Detail geprüft und zum Teil auch wissenschaftlich aufgearbeitet. So sind Pilotprojekte zur Gewinnung der Prozessdaten aus der Krankenakte bereits auf dem Weg, um die Erkenntnisse allen oberösterreichischen Krankenanstalten zur Verfügung zu stellen.

Als einen wesentlichen Punkt regt der Rechnungshof zusätzliche Aufklärungsmaßnahmen in der Bevölkerung an. Im Rahmen der jährlichen IVSOÖ-Info-Kampagnen wurden 2012 zum Beispiel 120.000 Schlaganfall-Broschüren über Medien für Pensionisten direkt an die Zielgruppe der am häufigsten Betroffenen und deren Angehörige versandt. Auch 2013 sind wieder zielgruppenspezifische Maßnahmen zur Erkennung und zum richtigen Handeln in Ausarbeitung.

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