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© Verb.d.Privatkrankenanstalten
Mag. Cornelia Obermeier, MAS Generalsekretärin des Verbandes der Privatkrankenanstalten Österreichs
 
Standpunkte 1. Oktober 2012

Die Zahlen belegen: Die privaten Spitäler sind ebenso sicher wie die öffentlichen

Wir schätzen die Einrichtung der Patientenanwaltschaft und deren Ziele, gerade darum ist uns ein verantwortungsvolles Agieren dieser Institution ein wichtiges Anliegen. Die Position der Patientenanwältin verpflichtet – unabhängig von persönlicher Meinung und politischer Gesinnung – zu Ausgewogenheit und Objektivität. Die mediale Kommunikation einer solchen unabhängigen Stelle darf in keinem Fall – wie in den vergangenen Wochen – über das Zitieren von Einzelfällen erfolgen.

Tragische Einzelschicksale sind kein Charakteristikum der Privatkliniken! Der Bericht der Patientenanwaltschaft aus 2010 spricht für sich: Von 2.506 Beschwerdefällen betrafen 900 KAV-Spitäler, nur 22 Fälle private Häuser. Nach Abgleich der Patientenzahlen ergibt sich für öffentliche Spitäler immer noch eine rund 3,5-mal so hohe Anzahl von Beschwerden.

Österreichs Privatkliniken sind für die im jeweiligen Haus durchgeführten Operationen bestens ausgestattet und bieten Ärzten ein erstklassiges Arbeitsumfeld. Wir verpflichten uns höchsten Standards in den Bereichen Patientensicherheit, Transparenz und Qualität. Gerade darum überstellen wir selbstverständlich ins Wiener AKH, wenn das die uneingeschränkte Sicherheit des Patienten verlangt.

Auch das ist keine Eigenheit der Privatspitäler: Österreichweit werden aus landesfondsfinanzierten Krankenanstalten rund doppelt so viele Patienten transferiert – 2,63 Prozent – wie durch private Häuser – 1,26 Prozent. Neben dem Belegarzt und seinem Stellvertreter gewährleisten angestellte Fachärzte und Notfallmediziner die Patientenbetreuung und Patientensicherheit rund um die Uhr.

Es gibt rund eine Million Österreicher, die durch eine Zusatzversicherung für die Sonderklasse sicherstellen möchten, im Krankheitsfall rundum überdurchschnittlich gut versorgt zu sein. Damit sind Erwartungen verbunden, die allerdings weit über die „Hotelkomponente“ hinausgehen.

Neben einer erstklassigen Behandlung – diese gibt es im öffentlichen Krankenhaus ebenso wie im Privatspital – geht es vor allem darum, sich in dieser Ausnahmesituation auch persönlich gut aufgehoben zu fühlen.

Österreichs Privatkliniken ermöglichen, bei erstklassiger medizinisch-technischer Leistung und Ausstattung, eine zutiefst „menschliche Medizin“. Wir schaffen eine Umgebung, in der Patienten alle ihre Kräfte mobilisieren können, um gesund zu werden oder ihre Erkrankung bestmöglich zu bewältigen. Das Dienstleistungsverständnis dafür ist über viele Jahre gewachsen, das spüren Patienten ebenso wie die in unseren Häusern tätigen Ärzte. Wir stellen uns jederzeit einem fairen Wettbewerb und sind offen für alle Vorschläge zur weiteren Optimierung. Es darf jedoch nicht im Sinne der Patientenanwaltschaft sein, Patienten pauschal und grundlos zu verunsichern, um die Anzahl der Sonderklassepatienten in öffentlichen Spitälern zu erhöhen.

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